Bilanz : Airbus drückt EADS ins Minus

Die Airbus-Krise schlägt sich jetzt auch in Zahlen nieder: Hohe Rückstellungen für die Konzerntochter Airbus haben den Flugtechnikkonzern EADS im ersten Quartal 2007 in die Verlustzone gebracht.

Amsterdam/Paris - Bei leicht sinkenden Umsätzen wurde ein Fehlbetrag von zehn Millionen Euro ausgewiesen. Ein Jahr zuvor hatte EADS noch 522 Millionen Euro verdient. Der Verlust war aber deutlich geringer als von Marktexperten erwartet.

Das operative Ergebnis vor Firmenwertabschreibungen und Sonderposten brach in Jahresfrist von 791 Millionen auf 89 Millionen Euro ein. Hauptgrund waren Rückstellungen von 688 Millionen Euro für das Sanierungsprogramm "Power 8", mit dem die Airbus SAS umstrukturiert und wettbewerbsfähig gehalten werden soll. Dazu kamen Ausgaben wegen der Produktionsprobleme beim Großflugzeug Airbus A380. Positiv wirkte sich die steigende Ertragskraft des zum Konzern gehörenden Hubschrauberbauers Eurocopter aus.

Der Umsatz wurde von der Auslieferung von 115 Airbus-Flugzeugen getragen und sank leicht von 9,1 auf neun Milliarden Euro. Davon entfielen 6,6 Milliarden auf Airbus. Der Auftragseingang stagnierte mit 10,5 Milliarden Euro auf hohem Niveau. Für das laufende Jahr erwartet EADS währungsbedingt einen Umsatzrückgang im einstelligen Prozentbereich und einen operativen Verlust. Dabei schlagen neben "Power 8" und den Problemen mit dem A380 auch der Programmanlauf des Langstreckenflugzeugs A350XWB und die Dollarschwäche zu Buche. (tso/dpa)

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