Bilanz : BMW fährt vorsichtig voran

Im vergangenen Jahr verkaufte BMW so viele Autos wie nie zuvor. Der Konzern meidet bei seiner Zukunftsstrategie radikale Veränderungen.

Vorausschauend. Konzernchef Krüger will BMW schrittweise umbauen. Foto: Gebert/dpa
Vorausschauend. Konzernchef Krüger will BMW schrittweise umbauen. Foto: Gebert/dpaFoto: dpa

BMW-Chef Harald Krüger will den Autobauer mit einer schrittweisen Weiterentwicklung für den wachsenden Konkurrenzdruck in der Branche wappnen. „In einem komplexen Wettbewerbsumfeld wird sich der Kostenwettbewerb weiter verschärfen“, sagte Krüger am Mittwoch auf der Bilanz-Pressekonferenz in München.

Neben der wachsenden Konkurrenz in der Oberklasse drängten auch neue, branchenfremde Spieler mit aggressivem Auftreten und großen finanziellen Spielräumen auf den Markt. Hinzu komme die andauernde wirtschaftliche und politische Unsicherheit. „Wir brauchen daher höchste Flexibilität, um in einem ungewissen Umfeld Kurs halten zu können“, sagte Krüger.

Neue Technologien und digitale Dienste

Neue Technologien und digitale Dienste veränderten zwar heutige Geschäftsfelder, doch werde der Wandel nicht abrupt eintreten, so Krüger. Daher werde man weiter mehrgleisig unterwegs sein: So will BMW stärker ins autonome Fahren investieren und die Entwicklung der E-Mobilität vorantreiben.

Zugleich dürfte der Verbrennungsmotor aber noch auf Jahre hinaus eine wichtige Rolle spielen. Neben einem BMW iNext zu Beginn der kommenden Dekade plant der Autobauer auch zusätzliche Plug-in-Hybrid-Modelle und arbeitet weiter an der Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technologie. Mit dem Projekt i2.0 soll das automatisierte Fahren vorangetrieben werden, und auch neue Mobilitätsdienstleistungen sowie die Beteiligung an erfolgversprechenden Start-ups stehen auf Krügers Agenda.

So viele Autos verkauft wie nie zuvor

Im vergangenen Jahr verkaufte der Münchener Konzern 2,2 Millionen Autos und damit so viele wie nie zuvor. Der Umsatz der Bayern kletterte um fast 15 Prozent auf 92,2 Milliarden Euro, und das Vorsteuerergebnis legte um knapp sechs Prozent auf 9,2 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich verdiente BMW rund 6,4 Milliarden Euro und damit zehn Prozent mehr als vor Jahresfrist. dpa

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