Bilanz : Siemens mit kräftigem Gewinnsprung

Der Umbau der Geschäftsbereiche hat Siemens einen Gewinnsteigerung von einem Drittel gegenüber dem Vorjahr beschert. Konzernchef Kleinfeld hat unterdessen den Verkauf der Handysparte an BenQ gegen die anhaltende Kritik verteidigt.

München - Der radikale Konzernumbau von Siemens-Chef Klaus Kleinfeld zeigt Wirkung. In dem Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr verdiente der Konzern unter dem Strich rund 3,1 Milliarden Euro, wie Siemens mitteilte. Das war gut ein Drittel mehr als im Vorjahr. Dabei rissen die Telekommunikationssparte Com und der kriselnde IT-Bereich SBS ein Loch von knapp 800 Millionen Euro in die Kassen. Der Umsatz kletterte vor allem dank des Automationsgeschäfts sowie der Bereiche Industrieservice und Energie um 16 Prozent auf gut 87 Milliarden Euro. Die Aktionäre sollen eine zehn Cent höhere Dividende von 1,45 Euro pro Aktie erhalten.

Von Insolvenz "sehr überrascht"

Siemens-Chef Klaus Kleinfeld hat trotz der Pleite von BenQ Mobile den Verkauf der Mobilfunksparte an den taiwanischen Konzern verteidigt. "Vieles sprach für BenQ zum damaligen Zeitpunkt", sagte Kleinfeld zu dem am 1. Oktober 2005 in Kraft getretenen Verkauf. Das taiwanische Unternehmen habe eine erfahrene Führungsmannschaft gehabt und sei zudem der einzige Interessent an der Siemens-Mobilfunksparte gewesen, der die Verpflichtungen des Ergänzungstarifvertrages voll übernehmen wollte. Die Insolvenz des Deutschlandgeschäftes von BenQ Ende September habe die Siemens-Führung "sehr überrascht" und "sehr betroffen" gemacht. Die Schuld daran sieht Kleinfeld alleine bei den neuen Inhabern. "Man muss nüchtern feststellen, dass es BenQ nicht gelungen ist, genügend attraktive Produkte hervorzubringen." (tso/AFP)

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