Wirtschaft : Billig, aber gut

Deutsche BA startet in Deutschland eine neue Ära im Luftverkehr

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Die Deutsche BA hat in Deutschland den Trend gesetzt: Sie war die erste Fluggesellschaft, die ihr Geschäftsmodell auf das eines „Billigfliegers“ umstellte. Die Airline, die vor allem für ihre notorisch roten Zahlen bekannt war, wollte ihre halbleeren Flugzeuge füllen. Das Rezept kam von der irischen Ryanair, die das Billigfliegen in Europa eingeführt hat. Die Ticketpreise werden von der Auslastung des Fluges bestimmt – je früher man bucht, desto billiger. Fliegt man zu Randzeiten, etwa Mittwoch mittags, wird es noch billiger, Schnäppchenpreise von zehn Euro pro Strecke sind keine Seltenheit. Extras wie Essen fallen weg, im Internet sind die Tickets besonders billig. Das Ziel: die Kosten senken, die Flugzeuge optimal auslasten und die Kostenvorteile an den Passagier weitergeben. Allerdings bekommt das DBAPersonal die gleichen Gehälter wie vor der Umstellung, und die Gewinnzone ist noch nicht erreicht. Das gefällt dem europäischen Marktführer Easyjet nicht, der sich bis 2003 eine Kaufoption der DBA gesichert hat. Noch ist es zu früh, um zu sagen, ob die DBA es geschafft hat. Eines ist sicher: die Passagierzahlen steigen. Und dass es inzwischen mehrere Nachahmer gibt, zeugt von der Attraktivität des Geschäftskonzepts. fw

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