Wirtschaft : Billiger im Ausland telefonieren Gesetz für niedrigere Gebühren beschlossen

Berlin - Die Telekom-Minister der EU haben die neuen Billigtarife für Handygespräche im Ausland (Roaming) am Donnerstag in Luxemburg abgesegnet. Doch nicht für jeden Nutzer bringen sie Vorteile. Auf die Kunden kommen daher einige Entscheidungen zu.

Wie teuer darf Handy-Telefonieren im Ausland künftig maximal sein? Ein Anruf aus dem Ausland nach Deutschland kostet mit dem neuen „Eurotarif“ maximal 49 Cent pro Minute. Plus Mehrwertsteuer sind das 58 Cent. Eingehende Anrufe kosten höchstens 24 Cent, mit Steuer rund 29 Cent pro Minute. Binnen drei Jahren sinken die Preise mit Steuern auf 51 Cent beziehungsweise 22 Cent.

Ab wann gelten die Obergrenzen? Sie gelten ab 30. Juni. Es gibt aber eine dreimonatige Übergangsfrist: Ab dem 1. Juli haben die Mobilfunk-Anbieter einen Monat Zeit, die Kunden über die neuen Tarife zu informieren. Im August und September wird dann nach und nach umgestellt.

Wie kann ich mir für mein Handy die neuen Obergrenzen sichern? Wer bisher einen Vertrag ohne speziellen Auslandstarif hat, bekommt den neuen Tarif automatisch, allerdings erst Ende September. Wer ihn früher haben will, muss schnell auf das Schreiben seines Anbieters reagieren. Wer schon einen speziellen Auslandstarif nutzt, muss aktiv den neuen Tarif wählen, sonst gilt der alte weiter. Neukunden können zwischen altem und neuem Tarif wählen.

Soll ich auf jeden Fall den neuen Eurotarif nehmen? Nein. Handy-Nutzer sollten in jedem Fall vorher ihren geltenden Tarif prüfen. Womöglich telefonieren sie bereits mit einem günstigeren Auslandstarif. Die firmeneigenen Angebote schließen teils auch Nicht-EU-Länder ein. Wer seinen Urlaub also in der Schweiz oder in der Türkei verbringt, für den könnte ein Wechsel zum EU-Tarif teurer werden.

Kann ich meine Kosten auch in diesem Sommerurlaub schon senken? Das wird knapp. Wer sofort bei seinem Anbieter auf die Umstellung drängt, dürfte Mitte August den Tarif bekommen. Schneller wird es den Anbietern zufolge wohl aus technischen Gründen nicht gehen. AFP

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