Wirtschaft : Billiger ist besser

Discounter liegen an der Spitze

Wenn es um ihren geliebten Hund geht, geben die Deutschen gerne mal ein bisschen mehr Geld aus: Mehr als eine Milliarde Euro wurden 2009 mit Hundefutter umgesetzt, am besten verkaufte sich dabei Trockenfutter. Das ist meist billiger als die feuchte Variante und praktischer zu transportieren. Doch sind die Hunde damit wirklich gut versorgt?

Die Stiftung Warentest hat 32 Trockenfuttermittel getestet, die Mehrzahl war als alleinige Nahrung für ausgewachsene Hunde ab einem Jahr gekennzeichnet und sollte Tiere aller Größen und Rassen optimal versorgen. Den meisten Produkten im Test gelang das: 19 waren „sehr gut“, vier „gut“. Acht Mal vergaben die Experten aber auch die Note „mangelhaft“.

Besonders die günstigen Produkte überzeugten: Romeo von Aldi Süd und Orlando von Lidl für 18 Cent pro Tag sowie Roy Bon Bon von Norma und Ja! von Rewe für 19 Cent erhielten die Bestnote 1,0. Auch ein teureres Produkt, Purina Beneful für 41 Cent pro Tagesration, schaffte es an die Spitze. Noch billiger als die Discountware waren das sehr gute Fit+Fun von Fressnapf sowie die guten Draft Vollwertbrocken für 14 Cent pro Tag. Unter den Bioprodukten überzeugte das mit 88 Cent pro Ration deutlich teurere Yarrah.

Bei einigen Futtermitteln drohen jedoch Gesundheitsschäden: In Defu, Happy Dog, Schecker und Mera Dog steckte zu wenig Vitamin A. Ein Mangel kann zu Sehschwäche und Krankheitsanfälligkeit führen. Für Welpen sind die mangelhaften Brocken von Kaufland, Lukullus, Orijen und Schecker ungeeignet. Lukullus enthält nur halb so viel Kalzium wie für die Hundebabys nötig, in den anderen drei Produkten steckte viel zu viel davon – darunter können die Knochen der Welpen leiden. Schadstoffe fanden die Tester nicht. Im Happy-Dog-Futter steckten aber zu viele Keime und Schimmelpilze.

Generell gilt beim Füttern: Weniger ist mehr. Experten schätzen, dass jeder zweite Hund zu viel wiegt. jmi

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