Wirtschaft : Binnenreederei hat gut Wasser unterm Kiel

In diesem Jahr will man operativ schwarze Zahlen schreiben

Berlin (dr).Die Deutsche Binnenreederei GmbH, Berlin, ist zwar noch nicht ganz am Ziel, aber ihre Zukunft sieht positiv aus.In diesem Jahr wolle man erstmals auch operativ schwarze Zahlen schreiben, so der Geschäftsführer der Reederei, Hans-Wilhelm Dünner, am Donnerstag vor der Presse.Insgesamt soll 1997 ein Gewinn vor Steuern von rund 3 Mill.DM erreicht werden, der Umsatz auf etwas über 100 Mill.DM steigen.Im vergangenen Jahr hatte der Gewinn vor Steuern noch knapp 485 000 DM betragen, der Umsatz sank um 5,5 Prozent auf 91,9 Mill.DM.Dies führte Dünner vor allem auf den harten Winter zurück.Insgesamt beschäftigt die Deutsche Binnenreederei derzeit 560 Mitarbeiter, hinzu kommern 120 Schiffsführer die 400 Arbeitsplätze bereitstellen.Das Eigenkapital des ehemaligen DDR-Monopolisten, der 1993 privatisiert wurde und inzwischen über 60 Gesellschafter hat, beträgt gegenwärtig rund 5,3 Mill.DM, hinzu kommen 4,5 Mill.DM an Gesellschafterdarlehen.Die Gesellschaft verfügt über 944 Transportschiffe, die zu über 90 Prozent ausgelastet sind, sowie eine Tonnagekapazität von 433 000 Tonnen.Als einziges deutsches Reederei-Unternehmen verfügen die Berliner über einen Eispflug. Ein Schwerpunkt des Geschäftes der Deutschen Binnenreederei ist naturgemäß Berlin.Allein vom Potsdamer Platz wurden 600 000 Tonnen Bodenaushub weggebracht.Vom Spreebogen sind es täglich bis zu 30 000 Tonnen.Allerdings hat der Baulogistik-Bereich nur einen Anteil von unter 10 Prozent am Gesamtumsatz.Ausgebaut wurde der Bereich Schwergutverkehr für den die Tochter Europ Lloyd gegründet wurde.So wurden von der Binnerreederei beispielsweise nicht nur große Teile des Kraftwerks Schwarze Pumpe geliefert sondern auch montiert.Übernommen hat man die Elbe-Saale Schiffahrts GmbH und die Präsenz in Einzugsbereich der Saale zu erhöhen.Im Ausland ist man in London, Moskau und in Prag präsent.Im August soll die Tochter Baltic Lloyd eine regelmäßige Container-Verbindung zwischen Rostock und Moskau aufnehmen. Weitere Pläne für die nähere Zukunft sind ein Logistikkonzept für die kommende Großbaustelle am Alexanderplatz und die mögliche Sammlung von Hausmüll.Dies habe man sich in London abgeguckt, so Dünner.Dort wird der Müll an mehreren Stellen an der Themse gesammelt und dann per Schiff aus der Stadt gebracht.

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