BIO-SIEGEL : Wofür die Logos stehen

Auf Bioprodukten kleben die verschiedensten Siegel. Das hierzulande wohl bekannteste ist das deutsche Bio-Siegel. Es wird seit 2001 vom Bundesverbraucherministerium vergeben. Welche Produkte das deutsche Siegel erhalten, richtet sich nach den Kriterien der EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau. Demnach dürfen die Lebensmittel zum Beispiel nicht bestrahlt oder genetisch verändert werden. Auch muss auf chemisch-synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel verzichtet werden und die Tierhaltung soll artgerecht sein. Derzeit sind über 60 000 verschiedene Produkte mit dem deutschen Bio-Siegel ausgezeichnet.

Seit dem 1. Juli 2010 müssen Bio-Lebensmittel, die in der EU produziert und verpackt worden sind, mit dem neuen EU-Öko-Logo gekennzeichnet werden. Ein EU-weites Bio-Siegel gab es schon früher – jedoch war das für die Produkte nicht verpflichtend. Die Kriterien, die für das neue EU-Logo erfüllt sein müssen, entsprechen denen des deutschen Bio-Siegels. Das deutsche Siegel bleibt daher weiter gültig. Daneben gibt es eine Vielzahl weiterer Bio-Siegel. So haben viele Anbauverbände eigene, um die Produkte ihrer Mitglieder zu kennzeichnen. Der Grund: Die Anforderungen, die sie an ein Bio-Produkt stellen, gehen deutlich über die Rechtsvorschriften der EU hinaus. Unter anderem müssen die Mitglieder der Anbauverbände ihren gesamten Betrieb ökologisch führen. Ein Beispiel ist das demeter-Siegel, das auf rund 3000 Produkten zu finden ist. Es erfordert etwa den Verzicht auf Zusatzstoffe in der Weiterverarbeitung. Neben Lebensmitteln wird auch Kleidung damit ausgezeichnet. cne

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