Wirtschaft : Biotech-Firma Atugen beginnt Geschäfte

BERLIN (guk).Die Atugen Biotechnologie GmbH hat am Freitag ihre Geschäfte auf dem Forschungscampus in Berlin-Buch aufgenommen.Das neue Unternehmen ist aus einer Ausgliederung eines Bereiches der amerikanischen Firma Ribozyme Pharmaceuticals, Inc.(RPI) aus Boulder in Colorado hervorgegangen.Finanziert haben Atugen staatliche und private Investoren im Rahmen des Programms "Initiative Biotechnologie Deutschland".So steuerten unter anderem die Firma MPM Asset Management 11,9 Mill.DM bei, das Bundesforschungsministerium 6 Mill.DM und RPI 3,4 Mill.DM.Die Senatswirtschaftsverwaltung förderte das Projekt mit 3,2 Mill.DM und die Biotechnologie-Initiative mit 4,6 Mill.DM, die aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe Ost kommen.

Wirtschaftssenator Wolfgang Branoner erklärte, er freue sich, daß mit der Aufnahme des Geschäftsbetriebs das bisher größte Engagement eines US-amerikanischen Biotechnologie-Unternehmens in Deutschland in die Tat umgesetzt worden ist.Detlev Ganten, Stiftungsvorstand des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin-Buch, sagte: "Das Ziel, auf der Grundlage der Erforschung des menschlichen Genoms neue therapeutische Angriffspunkte zu identfizieren und zu prüfen, fügt sich perfekt in die Genomforschung des MDC ein."

Chief Executive Officer von Atugen ist bis zur endgültigen Besetzung Michael Steinmetz von MPM Asset Management.Bisher sind neun Wissenschaftler und andere Mitarbeiter eingestellt.Bis zum Ende des Jahres soll die Zahl der Beschäftigten jedoch auf mindestens 20 erhöht werden.Nachdem Atugen auch die Firma Transgenics übernommen hatte, wurde deren Geschäftsführer Jörg Pötzsch zum Vizepräsident Aministration.

Atugen wird Informationen aus dem Humangenom-Projekt nutzen, um die genetischen Ursachen für Krankheiten zu analysieren.Dabei stehen der Firma weltweite Lizenzen für Patente und Technologien von Ribozyme Pharmaceuticals zur Verfügung.Durch den Kauf der Firma Transgenics in Berlin-Buch erhält Atugen Zugang zu neuesten Kenntnissen bei der DNA-Mikroinjektionstechnologie.Damit sollten Bewertungen von Versuchen an lebendigen Organismen schneller möglich sein.Außerdem wird die Firma mit dem Microchip-Hersteller ClonDiag aus Jena auf dem Gebiet der Bio-Informatik zusammenarbeiten.

Der Biotechnologiestandort Berlin-Brandenburg umfaßt heute rund 120 Unternehmen mit rund 3700 Beschäftigten.

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