Biotechnik : Krebsmedikament treibt Genentech-Gewinn

Dank seiner Krebsmedikamente hat der amerikanische Biotechnikkonzern Genentech im ersten Quartal 2007 seinen Gewinn massiv erhöhen können. Im Ausland stieg der Absatz des Umsatzträgers Avastin um fast 300 Prozent.

South San Francisco - Die mehrheitlich zum schweizerischen Pharmakonzern Roche gehörende Genentech Inc. expandierte in den USA und legte im Ausland noch viel stärker zu. Bedeutendster Wachstumsträger war das für Darm- und Lungenkrebs eingesetzte Medikament Avastin.

Genentech erhöhte den Quartalsgewinn gegenüber der entsprechenden Vorjahreszeit um 68 Prozent auf 706 Millionen Dollar (527 Mio Euro). Der Gewinn je Aktie stieg auf 66 (Vorjahresvergleichszeit: 39) Cent je Aktie. Der Umsatz legte um 43 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar zu, hatte die in South San Francisco (US-Staat Kalifornien) ansässige Pharmafirma am Mittwoch nach Börsenschluss mitgeteilt.

Lizenzen bringen 419 Millionen Dollar

Das Unternehmen legte in den USA bei den Medikamentenverkäufen um 30 Prozent auf 2,0 Milliarden Dollar und im Ausland um 289 Prozent auf 292 Millionen Dollar zu. Der Avastin-Quartalsumsatz stieg in den USA um 34 Prozent auf 533 Millionen Dollar. Die Lizenzeinnahmen erhöhten sich auf 419 (286) Millionen Dollar.

Die Genentech-Aktien gaben nachbörslich um 14 Cent auf 82,55 Dollar nach. Sie waren damit insgesamt rund 87 Milliarden Dollar (65 Mrd. Euro) wert, während die Aktien des umsatzstärksten Biotech-Unternehmens Amgen bei einem Kurs von 56,34 Dollar mit insgesamt 65,8 Milliarden Dollar bewertet wurden. Amgen teilte mit, dass es die Vorlage seiner Ergebnisse für das erste Quartal 2007 vom 19. auf den 23. April verschoben hat, um die Ergebnisse einer Patientenstudie für das Krebsmedikament Aranesp einzuschließen. (tso/dpa)

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