Wirtschaft : Birkel setzt auf Nudeln mit Geschmack

Teigwaren-Hersteller beklagt sinkende Margen

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Mannheim - Der deutsche Nudelhersteller Birkel will in den nächsten Jahren sein Sortiment durch Spezialitäten und Bioprodukte erweitern. Damit will der Konzern bessere Margen erzielen als im Massengeschäft mit Teigwaren, in dem Birkel in Deutschland vor Barilla und Nestlé (Buitoni) bereits Marktführer ist. Das sagte Birkel-Chef Werner Hildenbrand dem „Handelsblatt“. „Außerdem werden wir unser Be-Balanced-Programm, das sind Bandnudeln, die mit natürlichen Ballaststoffen angereichert werden, durch Gemüsesoßen ergänzen“, sagte Hildenbrand. Darüber hinaus bietet Birkel seit dem Frühjahr auch Nudeln „mit Geschmack“ in einem Alu-Aromapack an. Auf die Geschmacksrichtungen „Bärlauch“ und „Lemon“ folgt nun „Wild auf Kräuter“ mit Brunnenkresse und Minze.

Bis Ende 2006 sollen dann auch noch Bio-Nudeln das Sortiment ergänzen. Insgesamt soll der Bereich der „neuen“ Produkte, die jetzt auf den Weg gebracht wurden, einmal zehn Prozent des Umsatzes ausmachen. Der derzeitige Gesamtjahresumsatz liegt bei 150 Millionen Euro. Das Birkel-Management rechnet damit, dass die Erlöse auch weiterhin um vier Prozent jährlich steigen werden. Das nächste Jahresergebnis wird allerdings durch die Verlagerung des Standortes Weinheim, an dem bisher die Marke „Drei Glocken“ produziert wird, nach Mannheim belastet. Daher dürfte das nächste Geschäftsjahr als Folge eines Standortsicherungsvertrages, der betriebsbedingte Kündigungen ausschließt, mit einem leichten Minus abschließen. ire/HB

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