Wirtschaft : Bisher bestes Geschäftsjahr für Florena

Investition in Höhe von 15 Mill.DM geplant / Ostmarke will im Westen zulegen BERLIN (ssg).Gutes Aussehen bringt Erfolg - für die Geschäftsführer der Florena Cosmetic GmbH im sächsischen Waldheim ist das keine Frage.Dem Unternehmen hat das Bemühen um glatte Haut und eine gepflegte Erscheinung das beste Geschäftsjahr seit der Privatisierung im Jahre 1992 beschert.Der Umsatz der traditionsreichen Ostfirma stieg im vergangenen Geschäftsjahr um fast 43 Prozent auf 91,8 Mill.DM.Im Inland legte man um 24,4 Prozent zu, im Ausland sogar um 84 Prozent.Der Exportanteil stieg im Vergleich zum Vorjahr um rund acht Prozent auf 40 Prozent.Die größten Abnehmer von Florena Produkten waren die GUS-Staaten und die Staaten Osteuropas mit insgesamt 80 Prozent, die restlichen 20 Prozent verteilen sich auf Belgien, Holland, Dänemark und Frankreich.Das operative Ergebnis stieg im vergangenen Jahr auf 3,1 Mill.DM, im Vorjahr waren es noch 0,9 Mill.DM gewesen.In diesem Jahr soll das operative Ergebnis auf fünf Mill.DM klettern.Mit Riesenschritten hat sich die Produktivität auf rund 400 000 DM pro Mitarbeiter gesteigert."Damit liegen wir auf West-Niveau", freut sich Günter Haferkorn, einer der drei geschäftsführenden Gesellschafter, die Florena vor sechs Jahren im Management-Buy-Out übernahmen.Im laufenden Geschäftsjahr soll der Umsatz erstmals die 100 Mill.DM-Grenze überschreiten.Bereits im ersten Quartal 1998 übertraf er den Wert des Vorjahreszeitraums um 43 Prozent.Der Exportanteil stieg auf 44 Prozent.Im Inland sieht das Unternehmen ebenfalls Potential für die blau-weiße Marke, die im Osten sehr bekannt, im Westen allerdings ein Winzling ist.Noch liegt der Umsatzanteil im Westen bei etwa zwölf Prozent - Tendenz steigend.Im Osten hat Florena bei Haut- und Handcreme-Produkten einen Marktanteil von 18 Prozent, bei Rasiercreme ist sie sogar Marktführer.Die Wachstumsraten im ansonsten stagnierenden Markt für Kosmetika sind beachtlich.So beachtlich, daß das Werk in Waldheim bereits jetzt voll ausgelastet sind.Deshalb will Florena für 15 Mill.DM im Frühjahr 1999 eine neue Produktionsstätte bauen, mit der die Kapazität verdoppelt wird.Seit 1992 wurden rund 33 Mill.DM in die Verbesserung von Technologie und Produktionsstätten gesteckt, die letzte größere Investition betrug im vergangenen Jahr 7,5 Mill.DM.Florena beschäftigt 245 Mitarbeiter, 15 mehr als im Vorjahr.Seit 1992 hat das Unternehmen 70 feste Arbeitsplätze geschaffen und 71 Personen ausgebildet.Bei den Produkten setzt man auf Neues neben Altbewährtem.In diesem Jahr will sich Florena mit der Plegeserie SunCare das Marktsegment Sonnenpflege erschließen.Seit 1992 hat das Unternehmen 70 neue Produkte auf den Markt gebracht, die Mitarbeiterzahl in der Entwicklung ist in diesem Zeitraum von 12 auf 20 angewachsen.Für Forschung und Entwicklung werden jährlich etwa fünf Prozent des Umsatzes ausgegeben.Florena will weiterhin auf die Strategie - Qualität zu vernünftigen Preisen - setzen.Die Steigerung des Marktanteils im Westen soll "behutsam" vor sich gehen - Fernsehwerbung ist beispielsweise nicht geplant.Um nicht als Billiganbieter in den Westregalen zu landen, werden die Florena-Pflegeprodukte nur rund zehn Prozent günstiger sein als die des entsprechenden Marktführers.

Mehr lesen? Jetzt gratis E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben