Wirtschaft : BJU will Gutscheine für Arbeitslose

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Der Bundesverband Junger Unternehmer (BJU) fordert die Ausgabe von Qualifizierungsgutscheinen für Arbeitslose. "Durch eine solche Maßnahme werden aus den Arbeitslosen echte Kunden, die Qualität einfordern, statt nur ihre zugeteilten Angebote wahrzunehmen", sagte der BJU-Bundesvorsitzende Christoph Zschoke am Dienstag in Berlin. Die Qualität staatlich finanzierter Maßnahmen sei oft fragwürdig. Nach Ansicht des BJU sind die Arbeitslosen selbst deutlich besser in der Lage, die staatlich finanzierte Maßnahmen zu beurteilen als das Arbeitsamt. Durch mehr Wettbewerb im Weiterbildungssektor werde zwangsläufig auch das Qualitätsniveau auf dem Bildungsmarkt steigen. An den bisherigen Wettbewerbsbedingungen für private Bildungseinrichtungen übten die Jungunternehmer Kritik. Nach Ansicht des BJU sind kleine und mittlere Weiterbildungsanbieter in Deutschland einem "verzerrten Wettbewerb" ausgesetzt. Insbesondere die Aktivitäten der durch Zwangsbeiträge und Steuern finanzierten Kammern und Universitäten schadeten einem fairen Wettbewerb. Eine solche Quersubventionierung versetze Kammern und Universitäten in die Lage, unterhalb der üblichen Marktpreise Fortbildungen anzubieten. Nach Ansicht des BJU sollten die öffentlich-rechtlichen Institutionen ihre Weiterbildungsaktivitäten deshalb künftig in rechnerisch eigenständige Gesellschaften ausgliedern.

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