Blaues Wunder : Blu-ray-Spieler im Test

Mehr als Video- und Musikspieler: Mit den neuen Geräten kann man surfen und Filme in 3-D abspielen

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Große Auswahl. Bereits jeder zehnte Film wird auf Blu-ray verkauft.
Große Auswahl. Bereits jeder zehnte Film wird auf Blu-ray verkauft.Foto: picture-alliance/ dpa-tmn

Sie sind kleine Multimediamaschinen, hochauflösend, internet- und 3-D-fähig. Zudem machen sie alle anderen Abspielgeräte überflüssig. Blu-ray-Spieler, benannt nach ihrem blauen Laser, können auch alle herkömmlichen CDs und DVDs abspielen. Schon im kommenden Jahr werden sie nach Einschätzung des Branchenverbandes Bitkom den DVD-Player endgültig verdrängt haben. 2011 soll der Umsatz mit Blu-ray-Spielern erstmals den Erlös mit DVD-Playern übertreffen. In diesem Jahr sollen in Deutschland nach Bitkom-Angaben mehr als eine Million solcher Geräte verkauft werden.

Der Unterschied zwischen DVD und Blu-ray zeigt sich besonders auf großen Bildschirmen: Blu-ray zeigt bis zu fünfmal mehr Bildpunkte und damit ist die Bildqualität noch höher als bei HDTV-Sendungen im Fernsehen. Auch die Tonqualität ist besser. Zudem werden die Preisunterschiede immer kleiner: Der durchschnittliche Preis für DVD-Spieler fällt in diesem Jahr nach Bitkom-Angaben von 109 auf 104 Euro, der für Blu-ray- Player sogar von 220 auf 170 Euro.

Die Stiftung Warentest hat 13 Blu-ray-Spieler getestet, rund die Hälfte davon ist 3-D-fähig. Das Fazit: Die Bildqualität beim Abspielen von hochauflösenden Blu-ray- Disks war bei allen Geräten im Test tadellos. Auch der Ton überzeugte die Experten. Wer also nur Blu-ray-Videos wiedergeben will, hat eine leichte Wahl: Der Toshiba BDX2100KE war „sehr gut“ in Bild und Ton und kostete nur 157 Euro. Wer dazu noch 3-D-Videos sehen möchte, muss 55 Euro drauflegen. Der Samsung BD-C5900 war der billigste 3-D-fähige und zugleich „gute“ Player im Test.

An der Spitze lag der Sony BDP-S770 für 299 Euro. Er ist 3-D-fähig und hat ein reichhaltiges Internetangebot. Kaum schlechter waren der Philips BDP7500 für 236 Euro und der Sony BDP-S570 für 262 Euro. Der Philips kann die meisten Fotoformate verarbeiten und mit ihm kann man frei im Netz surfen. Allerdings fanden die Tester die Navigation mit Fernbedienung und die Texteingabe kompliziert.

Trotz aller Modernität gab es bei der Bedienung für fast alle Geräte nur mittelmäßige Noten, nur die beiden Sony-Spieler waren hier knapp „gut“.

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