Wirtschaft : BMG und Sony dürfen fusionieren

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Berlin Bertelsmann und Sony haben von der EU-Kommission die Erlaubnis zur Fusion ihrer Musiksparten erhalten. Wie Bertelsmann am Montagabend bestätigte, wurde der Zusammenschluss von Sony Music und BMG ohne Auflagen genehmigt. „Wir werden jetzt die Transaktion abschließen und uns auf die erfolgreiche Integration der beiden Unternehmen konzentrieren“, sagte BMG-Vorstandschef Rolf Schmitz-Holtz. Bertelsmann-Chef Gunter Thielen sprach von einem „Meilenstein“. Das Joint-Venture werde in Zukunft weltweit intensiver auf die Bedürfnisse von Künstlern und Konsumenten eingehen können.

Unter dem Druck weltweit sinkender Umsätze mit klassischen Tonträgern entsteht der zweitgrößte Musikkonzern – hinter Weltmarktführer Universal Music und vor EMI und Warner Music. Das Unternehmen, das seinen Sitz in New York haben wird, wird jährlich etwa 4,5 bis 5 Milliarden US-Dollar umsetzen und 9000 Mitarbeiter beschäftigen. BMG hat Künstler wie Dido und Britney Spears unter Vertrag. Bei Sony singen Stars wie Beyoncé und Jennifer Lopez. BMG geht als starker Partner in den Fusionsprozess. „Das erste Halbjahr 2004 war das beste in der Geschichte von BMG“, sagte Schmidt-Holtz dpa. Berichten zufolge soll BMG im ersten Halbjahr einen Gewinn von rund 30 Millionen Euro erzielt haben. Eingeplant worden war ein hoher Verlust. mot

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