BMI und Eurowings : Lufthansa übernimmt Mehrheit

Obwohl die deutsche Lufthansa nach einem massiven Gewinneinbruch auf die Kostenbremse tritt, stehen zwei größere Neuerwerbungen ins Haus: Sie baut ihren Anteil an der britischen Flugline BMI aus und wird Alleineigentümerin von Eurowings.

Lufthansa Foto: dpa
Obwohl die Gewinne zurückgehen, baut die Lufthansa ihre Flotte aus. -Foto: dpa

Frankfurt/MainLufthansa übernimmt die Mehrheit an ihren Beteiligungen der britischen BMI und Eurowings. Die AK Industriebeteiligung, die 50,9 Prozent der Anteile an Eurowings hält, habe ein Kaufangebot der Lufthansa angenommen, hieß es am Mittwoch im Quartalsbericht der größten Fluggesellschaft. Zum 31. Dezember würden die Anteile auf die Lufthansa übertragen, die damit Alleineigentümerin von Eurowings wird. Zu Eurowings gehört auch der Billigflieger Germanwings. Bereits seit längerem kann die Lufthansa die Mehrheit der Stimmrechte bei Eurowings ausüben, die für Lufthansa im Regionalverkehr tätig ist.

Zweitgrößte Fluggesellschaft in London-Heathrow

Auch der Mehrheitseigner der britischen Fluglinie BMI, Michael Bishop, habe seine Verkaufsoption gegenüber der Lufthansa ausgeübt, hieß es in dem Bericht. Damit sei Lufthansa verpflichtet, die Mehrheit an bmi zu erwerben. Voraussichtlich werde die Option nicht vor dem 9. Januar wirksam. Lufthansa ist schon mit 30 Prozent an BMI beteiligt, die Kaufoption stammt bereits aus dem Jahr 1999. Nach einem Bericht der britischen Nachrichtenagentur PA kauft Lufthansa den 50-prozentigen Anteil von BMI-Chairman Michael Bishop für rund 318 Millionen Pfund (rund 398,7 Mio. Euro). Der Rest an bmi gehört derzeit der schwedischen Scandinavian Airlines (SAS).

Mit BMI flogen im vergangenen Jahr 10,6 Million Passagiere, die Fluglinie hat eine Flotte von 70 Maschinen. Mit einer Übernahme der Kontrolle bei BMI steigt Lufthansa am wichtigen Drehkreuz London-Heathrow zur zweitgrößten Fluggesellschaft nach British Airways auf. Eurowings und Germanwings haben zusammen 72 Flugzeuge und zählten zuletzt zusammen ebenfalls mehr als zehn Millionen Passagiere. (ah/dpa)

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