BMW : Auf der Bremse

BMW stellt sich 2009 auf einen Nachfragerückgang nach Luxusautos um knapp ein Fünftel ein. Die laufende Kurzarbeit wird in den Werken Regensburg und Dingolfing auf die Monate April und Mai ausgeweitet, kündigte Konzernchef Norbert Reithofer zur Bilanzvorlage in München an. Entlassungen oder gar eine Werksschließung im Zuge der Autokrise schloss er aber aus. Das schon im Vorjahr um rund 12 000 Stellen reduzierte Personal werde unter Nutzung natürlicher Fluktuation dieses Jahr dennoch weiter um bis zu 1500 Stellen abgebaut. Betroffen sind die gut 100 000 Stammkräfte.

Reithofer wollte nicht einschätzen, ob er dieses Jahr einen Konzernverlust vermeiden kann. 2008 war der Jahresüberschuss fast komplett von 3,1 Milliarden Euro auf 330 Millionen Euro eingebrochen. Der Absatzrückgang konnte mit gut 1,4 Millionen Verkäufen auf rund vier Prozent begrenzt werden. Die ersten beiden Monate 2009 brachten für BMW allerdings einen Nachfrageschwund von einem Viertel. Priorität habe 2009 die Liquidität, stellte Reithofer klar. Mit gut acht Milliarden Euro flüssigen Mitteln wähnt er sich auf der sicheren Seite. Einem Einstieg bei Opel erteilte Reithofer eine klare Absage. „Eindeutig nein, wir sind nicht interessiert.“ Ziel sei es, die Unabhängigkeit von BMW zu bewahren. Größe sei nicht alles, wie der US-Konzern GM zeige. Geplant sei dagegen verstärkte Zusammenarbeit mit Konkurrenten wie Daimler und PSA, auch in größerem Stil. tmh

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