Wirtschaft : BMW baut Vorsprung vor Mercedes aus

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München/Ingolstadt - Der BMW-Konzern hat bereits nach elf Monaten einen neuen Jahres-Absatzrekord eingefahren. Bis Ende November stieg der Absatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,8 Prozent auf 1,21 Millionen verkaufte Autos. Damit liegt der bayerische Autobauer bereits jetzt knapp über dem Rekordwert des gesamten Vorjahres. „Wir wachsen schneller als der Gesamtmarkt, und wir wachsen schneller als die relevanten Wettbewerber“, sagte Vertriebschef Michael Ganal am Mittwoch in München. BMW baue seinen Vorsprung gegenüber dem Stuttgarter Wettbewerber weiter um über 100 000 Fahrzeuge aus: Die Mercedes Car Group lag in den ersten elf Monaten bei 1 094 500 ausgelieferten Fahrzeugen.

2004 hatte BMW erstmals gut 1,2 Millionen Fahrzeuge der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce verkauft. Für dieses Jahr kündigte der Konzern einen Zuwachs im hohen einstelligen Prozentbereich an. Auch dieses Ziel ist nun nicht mehr in Gefahr. Im Monat November konnte die Gruppe dabei um 9,5 Prozent auf 114 044 Auslieferungen zulegen.

Haupttreiber des Wachstums ist die neue 3er-Limousine. Seit Marktstart im März wurden mehr als 200 000 Fahrzeuge verkauft – ein Plus von 38 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Bei der 7er-Reihe stieg der Absatz in den ersten elf Monaten um knapp vier Prozent auf 43 478 Exemplare. Bei der 5er-Reihe stagnierte die Zahl der Auslieferungen bei rund 205 000.

Derweil will die VW-Tochter Audi in den kommenden Jahren verstärkt in neue Modelle investieren. Nachdem in diesem Jahr 1,4 Milliarden Euro für neue Modelle und die Optimierung der Fertigung ausgegeben worden seien, solle dieser Betrag bis 2007 auf zwei Milliarden Euro pro Jahr steigen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Ingolstadt mit. Insgesamt seien bis 2010 Investitionen von 10,8 Milliarden Euro geplant. In den nächsten drei Jahren sollten mindestens sechs neue Modelle auf den Markt gebracht werden. „Damit soll bis 2008/09 die Millionengrenze beim Absatz erreicht werden.“

Der Aufsichtsrat hat zudem den früheren VW-Betriebsratsmitarbeiter Werner Widuckel zum neuen Arbeitsdirektor ernannt. Der 47-Jährige wird Nachfolger von Audi-Personalvorstand Horst Neumann, der jüngst bei VW zum Nachfolger des zurückgetretenen Peter Hartz ernannt worden war. dpa

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