Wirtschaft : BMW bleibt von der weltweiten Flaute verschont Zuwachs vor allem beim Mini USA besonders interessant

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München (nad). Der Autokonzern BMW ist von der weltweiten Flaute auf den Automobilmärkten bisher weitgehend verschont geblieben. Im ersten Halbjahr hat der Münchner Autobauer insgesamt 543742 BMWs und Minis abgesetzt – 18,2 Prozent mehr als in der ersten Jahreshälfte 2001. Der deutliche Zuwachs sei vor allem der Neuauflage des Mini im vergangenen Jahr zu verdanken, sagte der neue Vorstandschef Helmut Panke am Dienstagabend vor Journalisten in München. Das britische Kultauto sei in den ersten sechs Monaten rund 62400 Mal verkauft worden. Aber auch die Kernmarke BMW habe um knapp fünf Prozent auf 481330 Fahrzeuge zugelegt. „Außerordentlich gut bei den Kunden angekommen“ ist Panke zufolge das neue Modell der 7er-Reihe, das wegen seines extravaganten Designs in der Öffentlichkeit vielfach kritisiert worden war. „Wir liegen für die ersten acht Monate um 14 Prozent über den Absatzzahlen des Vorgängermodells“, sagte Panke. Einen Nachfrageboom gebe es nach dem Geländefahrzeug X5; der Absatz habe in den ersten sechs Monaten um 38 Prozent gesteigert werden können.

Der Vorstandschef bekräftigte seine bisherige Prognose, wonach BMW bei Umsatz, Ertrag und Absatz die Rekordzahlen des Vorjahres in 2002 noch übertreffen will. Der Autokonzern will in diesem Jahr weltweit erstmals mehr als eine Million Fahrzeuge der Marken BMW und Mini verkaufen. Auf dem wichtigen deutschen Markt habe BMW die angespannte Lage in der Automobilbranche allerdings deutlich zu spüren bekommen, räumte Vertriebsvorstand Michael Ganal ein. „Deutschland ist ein verflixt schwieriger Markt“, sagte er. Im ersten Halbjahr habe der Konzern im Inland rund 128200 BMWs und damit 1,7 Prozent weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres abgesetzt. Mit einem Aufschwung in der deutschen Automobilbranche rechnen die BMW-Vorstände frühestens im vierten Quartal dieses Jahres. Deshalb richtet BMW sein Augenmerk verstärkt auf das Ausland. In den USA hat sich, so Panke, der Absatz in den letzten zehn Jahren vervierfacht.

„Das Fertigungsvolumen in den USA wird weiter wachsen“, kündigte der Vorstandschef an. Großes Wachstumspotenzial sieht er auch im asiatisch-pazifischen Raum. Das geplante Gemeinschaftsunternehmen von BMW mit dem chinesischen Minibus-Hersteller Brilliance China Automotive Holdings ist Panke zufolge zwar bislang nicht von den Behörden genehmigt – Sämtliche bisherigen Äußerungen seitens der Chinesen deuteten aber auf eine positive Entwicklung hin.

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