Wirtschaft : BMW ist voll ausgelastet

Berlin - BMW wächst im Geschäft mit großen Mittelklasse- und Oberklasse-Limousinen in Deutschland schneller als Mercedes und Audi. „Wir sind der einzige Premiumhersteller, der im Juni und in den ersten sechs Monaten ein Plus verzeichnen kann“, sagte BMW-Deutschlandchef Karsten Engel am Dienstag dem Tagesspiegel. Obwohl das im Frühjahr neu eingeführte 5er-Modell noch nicht in allen Varianten verfügbar sei, seien die Absatzzahlen erfreulich. „Bis Ende Juni wurden in Deutschland 20 956 Einheiten des neuen 5er neu zugelassen; das waren 17,2 Prozent mehr als im Vorjahr“, sagte Engel.

Im Juni legte BMW zu, die Wettbewerber verloren. Insgesamt seien in Deutschland rund 26 700 BMWs neu zugelassen worden, ein Plus von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zum Vergleich: Mercedes kam auf rund 29 300 Neuzulassungen (minus 13 Prozent), Audi erreichte knapp 20 000 (minus 27,8 Prozent).

„Die Bestellstopps der Unternehmen sind zum größten Teil aufgelöst worden“, sagte Engel zur Erklärung. Zwar habe man sich durchaus noch mehr Nachfrage erhofft. Das Geschäft mit Großkunden und Flottenunternehmen laufe aber insgesamt „sehr schön“. „Wir könnten in Deutschland sogar mehr Autos verkaufen, als uns das Unternehmen zur Verfügung stellt.“ Alle Werke seien wegen der weltweit anziehenden Nachfrage ausgelastet, sagte Engel. „Die Lieferzeit für neue Modelle wie etwa den X1 oder den neuen BMW 5er liegt derzeit bei mehreren Monaten.“

Modelle wie der neue 5er GT seien erfolgreich in einer Nische gestartet. „Understatement passt gut in die Zeit. Viele Kunden sagen: Ich will zwar den Luxus des 7er, aber ein 5er GT passt auch ganz gut in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation.“ Im obersten Luxus-Segment fuhr BMW allerdings Mercedes zuletzt hinterher. Vom neuen 7er setzten die Bayern nach Engels Angaben im Juni 523 Stück ab, die Mercedes S-Klasse wurde in Deutschland 680 Mal neu zugelassen.

Für das zweite Halbjahr ist BMW- Deutschlandchef Engel optimistisch. „Wir werden in Deutschland in jedem Fall wachsen.“ Auch die Situation im Autohandel habe sich deutlich verbessert. „Unsere Händler verdienen mit Gebrauchten mehr als je zuvor.“ mot

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