Wirtschaft : BMW legt in Berlin zu

Berlin - BMW hat 2007 in Berlin deutlich mehr Autos verkauft. Damit setzte sich die Niederlassung vom Trend im Gesamtkonzern und in der Branche ab. Insgesamt seien 4103 neue und 3370 gebrauchte Autos verkauft worden, teilte Niederlassungsleiter Hans-Reiner Schröder am Dienstag in Berlin mit. Das Motorradgeschäft habe sich mit 330 verkauften neuen und gebrauchten Zweirädern auf Vorjahresniveau bewegt.

Bei den Auto-Neuzulassungen legte BMW in der Hauptstadt um acht Prozent zu – der Konzern musste insgesamt ein Minus von 4,2 Prozent hinnehmen, auf dem deutschen Automarkt sanken die Neuzulassungen 2007 um neun Prozent. Im Segment der Premiumhersteller kommt BMW inzwischen hinter Mercedes in Berlin auf einen Marktanteil von 10,8 Prozent (2007: 9,2 Prozent). Effektiv hätten die Bayern 2007 mehr Neufahrzeuge verkauft als Mercedes, sagte Schröder.

„Das ist für die strukturschwache Region außerordentlich gut“, sagte BMW Deutschland-Sprecher Frank Wienstroth. Angesichts des „katastrophalen“ Autojahres 2007 schlage sich BMW in Berlin besonders gut. Schröder zufolge lief auch das neue Jahr vielversprechend an. „Im Gesamtjahr wollen wir das Ergebnis von 2007 übertreffen.“ Auch beim Umsatz hatte der Autokonzern im vergangenen Jahr in der Region kräftig zugelegt: um 9,2 Prozent auf 232,8 Millionen Euro.

Große Hoffnungen setzt BMW auf neue Modelle wie das 1er-Cabrio, das am 5. April offiziell präsentiert wird, oder den neuen X6. Die Folgen des vom Konzernvorstand beschlossenen Sparprogramms für Berlin hält BMW-Sprecher Wienstroth für sehr begrenzt. „Wir werden uns nicht mehr an jeder Rabattschlacht beteiligen“, sagte er. Das könne bedeuten, dass BMW „das ein oder andere Auto“ nicht verkaufen werde. mot

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