Wirtschaft : BMW traut sich mehr zu

Hersteller erhöht Absatz- und Gewinnprognose

Berlin - Die große Nachfrage nach deutschen Oberklasseautos in vielen Teilen der Welt macht BMW optimistisch: Der Münchner Autokonzern erhöhte am Dienstag seine Absatz- und Gewinnziele für das laufende Jahr. Der Hersteller will nun 100 000 Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce mehr verkaufen, insgesamt 1,4 Millionen.

Der Schritt war erwartet worden, nachdem auch Mercedes und Volkswagen unlängst ihre Prognosen nach oben korrigiert hatten. Das nun erwartete Absatzplus von etwa zehn Prozent im Gesamtjahr soll BMW auch eine höhere Gewinnmarge bescheren. In der Autoproduktion gilt, dass die Hersteller mit großen Premiumfahrzeugen mehr verdienen als mit Kleinwagen. „Angesichts der deutlich verbesserten Situation auf den Automobilmärkten rechnet das Unternehmen im Geschäftsjahr 2010 nun mit einer Ebit- Marge im Segment Automobile von über fünf Prozent“, erklärte BMW am Dienstag. Das Konzernergebnis vor Steuern soll sich im Vergleich zum Vorjahr stärker verbessern als in den Planungen. Im Autosegment wurde bisher ein Absatzwachstum im „soliden einstelligen Prozentbereich“ sowie eine Ebit-Marge im niedrigen einstelligen Prozentbereich erwartet. Im ersten Halbjahr hatte BMW – vor allem wegen der steigenden Nachfrage in China – 13 Prozent mehr verkauft. Mit dem Betriebsrat verhandelt der Konzern über eine Ausdehnung der Arbeitszeiten in den deutschen Werken, um die Bestellungen rasch abzuarbeiten.mot/dpa

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