BMW und Peugeot : Deutsch-französische Freundschaft

BMW und Peugeot wollen 100 Millionen Euro in den Bau gemeinsamer Hybridmotoren investieren. Nun müssen noch die Kartellbehörden zustimmen.

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Gemeinsame Sache. BMW-Chef Norbert Reithofer baut zusammen mit dem franzöischen PSA-Konzern Hybrid-Komponenten. Das Ziel: Größenvorteile erzielen und Kosten sparen.
Gemeinsame Sache. BMW-Chef Norbert Reithofer baut zusammen mit dem franzöischen PSA-Konzern Hybrid-Komponenten. Das Ziel:...Foto: dpa

BerlinPorsche fährt mit einer zweistelligen Rendite und BMW mit einer neuen Hybrid-Kooperation an den Genfer See zum diesjährigen Autosalon.

Vier Tage vor der Eröffnung der Messe (3. bis 13. März) teilte BMW am Montag mit, die Bayern wollten zusammen mit PSA Peugeot Citroën 100 Millionen Euro in ihr geplantes Hybridtechnologie-Joint Venture „BMW Peugeot Citroën Electrification“ investieren. Die beiden Unternehmen hatten bereits im vergangenen Herbst entsprechende Pläne präsentiert und Anfang des Monats ein entsprechendes Gemeinschaftsunternehmen gegründet. Nun müssen noch die Kartellbehörden zustimmen. Das Unternehmen, das im zweiten Quartal seine Arbeit aufnimmt, soll von zwei Standorten aus operieren, dem Großraum München und Mulhouse in Frankreich. Die Entwicklung dürfte dabei in München, die Produktion in Frankreich angesiedelt sein. „Es wird erwartet, dass bis Jahresende 400 Mitarbeiter für das Joint Venture arbeiten werden“, kündigte BMW an. Fahrzeuge beider Partnerunternehmen sollen ab 2014 mit den neuen Hybridkomponenten ausgestattet werden.

Ab 2014 wollen BMW, Peugeot und Citroën die ersten Autos präsentieren

Neben effizienten Verbrennungsmotoren („Efficient Dynamics“) und seinen für 2013 geplanten reinen Elektroautos („BMW i“) baut BMW mit der neuen Allianz seine Hybridaktivitäten aus, also die Entwicklung von Antrieben, die sowohl auf einen Verbrennungsmotor als auch einen E-Antrieb setzen. Ziel der neuen Allianz ist es, eine möglichst große Zahl gemeinsamer Komponenten für beide Partner zu entwickeln und zu produzieren – unter anderem Hochvoltspeicher, E-Motoren oder Generatoren – um Größenvorteile zu erreichen. Eingesetzt werden die Teile in Modellen von Mini und BMW. Auch Rolls-Royce könnte profitieren.

Auch Porsche präsentiert in Genf eine Hybridvariante des Viertürers Panamera. Glänzend laufen derweil die Geschäfte mit herkömmlichen Motoren. Am Montag teilte der Sportwagenbauer mit, der Absatz sei im Rumpfgeschäftsjahr 2010 deutlich gestiegen. Von August bis Dezember verkaufte Porsche weltweit 40 400 Fahrzeuge – 57 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Umsatzrendite sei deutlich zweistellig gewesen. Porsche bilanziert ein Rumpfgeschäftsjahr, um künftig seinen Berichtszeitraum an das Kalenderjahr anzupassen. Damit hat das Unternehmen bei der geplanten Eingliederung in den VW-Konzern den gleichen Abrechnungszeitraum.

Am stärksten stieg der Absatz von August bis Dezember in Europa, wo der Konzern mit 13 900 Fahrzeugen 62 Prozent mehr Fahrzeuge verkaufte. Auf dem deutschen Markt erreichte Porsche ein Plus von 49 Prozent auf 4800 Einheiten.

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