Wirtschaft : BMW: Unternehmen befürchtet Produktionsstopp in South Carolina

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Bei BMW droht wegen gestörter Teilelieferung als Folge der Terroranschläge in den USA ein Produktionsstopp für das Werk im US-Bundesstaat South Carolina. Noch laufe die Produktion in Spartanburg normal, sagte ein BMW-Sprecher in München auf Anfrage. Doch wenn sich die Verkehrsströme in die USA über dieses Wochenende nicht wieder normalisieren, würden im Werk Spartanburg ernste Probleme entstehen. Zum einen sei die Teileversorgung per Flugzeug derzeit stark beeinträchtigt, sagte der Konzernsprecher. Zum anderen werde die Zulieferung per Schiff wegen massiver Kontrollen erheblich verzögert. Zwar sei der Seeweg in die USA derzeit im Prinzip offen. Aus Angst, dass auf diesem Weg neue Waffen oder Sprengstoff ins Land kommen, würden die US-Behörden derzeit anlandende Güter jedoch einer peinlich genauen Kontrolle unterziehen. Daraus resultierende Verzögerungen könnten zusammen mit der ungewissen Lage im Flugverkehr in der kommenden Woche in Spartanburg zu Versorgungsengpässen führen, bestätigte der BMW-Sprecher. In Spartanburg werden für den Weltmarkt der Roadster Z3 und der BMW-Geländewagen X5 gebaut. An der Börse stand die BMW-Aktie am Freitag bei Verlusten von zeitweise gut acht Prozent stark unter Druck. Die Münchner führen das aber nicht auf den drohenden Stillstand der Bänder in Spartanburg zurück. Vielmehr sei das Papier eines der wenigen, von dem Anleger sich noch mit Gewinn trennen könnten.

Heimische Hersteller erfolgreich

Die deutsche Autokonjunktur brummt trotz der Flaute der Weltwirtschaft. Die Hersteller konnten ihre Position in Westeuropa, den USA, Russland und China auch im August weiter ausbauen, teilte der Verband der Automobilindustrie mit. Insgesamt sanken die Neuzulassungen in Westeuropa um 1,6 Prozent auf 890 000 Pkw. Die deutschen Hersteller verbesserten jedoch ihren Marktanteil. In den USA steigerten die deutschen Autobauer ihren Absatz im August um sieben Prozent auf 76 900 Fahrzeuge. Der Gesamtmarkt schrumpfte dagegen um 9,5 Prozent. Von Januar bis August wurden 536 900 deutsche Autos verkauft, drei Prozent mehr als im Vorjahr. Damit bauten die deutschen Hersteller ihren Marktanteil auf 9,3 Prozent aus nach 8,4 Prozent 2000. Einbußen mussten dagegen Chrysler, General Motors und Ford hinnehmen, deren Marktanteil um vier Prozentpunkte auf 51,9 Prozent sank.

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