Wirtschaft : BMW will das Angebot von Phoenix prüfen

BMW will das Finanzierungskonzept der Phoenix-Gruppe zur Fortführung des Rover-Werks Longbridge bis Mitte der Woche prüfen. BMW-Sprecher Axel Obermüller sagte am Montag, es werde diskutiert, ob auch der neue Rover 75 in Longbridge gebaut werde oder ob BMW das Auto in Auftragsarbeit in Oxford produziere. Der Absatz von Rover sei in England im April "dramatisch nach oben gegangen". Der kleine Rover 25 sei derzeit das meistverkaufte Auto auf der Insel. Das vom ehemaligen Rover-Chef John Towers geführte Phoenix-Konsortium will weiter rund 200 000 Fahrzeuge bei Birmingham bauen, aber annähernd 3000 Stellen streichen. Um Lieferanten und Löhne zu zahlen, braucht Phoenix Schätzungen zufolge 2,6 Milliarden Mark Arbeitskapital. "Wir wollen, dass Longbridge fortgeführt wird, und das nicht nur drei Wochen lang", sagte Obermüller. Bei einem Konkurs bald nach dem Verkauf müsste BMW zudem mit Haftungsansprüchen rechnen. BMW wolle nur einen symbolischen Kaufpreis verlangen und Rover zudem schuldenfrei übergeben. Eine Schließung wäre billiger als ein Verkauf, sagte der Konzernsprecher. Dass BMW bei einem Scheitern der Verhandlungen mit Phoenix erneut mit der Investorengruppe Alchemy verhandeln würde, sei "eher unwahrscheinlich". Der japanische Autokonzern Toyota dementierte am Montag nachdrücklich Spekulationen, wonach er am Kauf von BMW interessiert sei.

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