Wirtschaft : BNP Paribas für Fusionen offen Gewinneinbruch im Jahr 2002

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Paris (dpa). Die größte börsennotierte französische Bank BNP Paribas hat 2002 vor allem wegen des Kurseinbruchs an den Börsen einen massiv gesunkenen Gewinn verbucht. Der Nettoertrag fiel um 18 Prozent auf knapp 3,3 Milliarden Euro. Es sei dennoch ein gutes Resultat, „das beste Ergebnis aller Großbanken in der Eurozone“, sagte BNP ParibasChef Michel Pébereau am Mittwoch in Paris. Angesichts der Finanzmarktflaute und der anhaltenden weltpolitischen und weltwirtschaftlichen Probleme werde auch 2003 schwierig.

Zur geplanten Fusion der französischen Großbank Crédit Agricole mit dem Konkurrenten Crédit Lyonnais sagte er, eine Entscheidung über die eigene Beteiligung an Crédit Lyonnais von 16,2 Prozent, werde „zur gegebenen Zeit“ getroffen. BNP Paribas halte sich alle Optionen offen. Zu Übernahmegerüchten um die Commerzbank äußerte sich der Bankenchef zurückhaltend. BNP Paribas schaue sich weiter in Europa, aber auch Amerika, um. „Grenzüberschreitende Fusionen sind in Europa aber immer noch schwierig“, weil es an Steuerharmonisierung fehle. Die BNP Paribas-Gruppe hat im vergangenen Jahr den deutschen Online-Broker Consors übernommen und mit der Tochter Cortal zum größten Online-Broker Europas fusioniert. Die Cortal Consors-Gruppe soll noch im laufenden Jahr die Gewinnschwelle erreichen.

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