Wirtschaft : Boeing: Japanische Konzerne verhandeln über neuen Superjumbo

Drei japanische Konzerne verhandeln angeblich mit dem amerikanischen Flugzeughersteller Boeing über die Entwicklung des Superjumbos B 747X. Wie die führende japanische Wirtschaftszzeitung "Nihon Keizai" am Freitag berichtete, könnten die Unternehmen Mitsubishi, Kawasaki und Fuji bis zu der Hälfte der Entwicklungskosten übernehmen, die sich auf insgesamt 3,49 Milliarden Dollar (7,35 Milliarden Mark) belaufen. Das Blatt schreibt weiter ohne Angabe von Quellen, Mitsubishi würde allein etwa 100 Milliarden Yen (1,84 Milliarden Mark) dazu beisteuern. Ein Kawasaki-Sprecher bestätigte, dass das Unternehmen eine Beteiligung an dem Projekt erwäge.

Die B 747X soll bis zu 522 Fluggästen Platz bieten, das sind 100 mehr als im derzeitigen Modell B 747-400. Es wäre eine Konkurrenz für den Airbus A 380, dessen Entwicklung kürzlich beschlossen wurde und der Platz für 555 Passagiere hat. Wie die Zeitung weiter erfuhr, werde Mitsubishi Heavy möglicherweise die Haupttragflächen der neuen Flugzeuggeneration entwickeln. Es wäre das erste japanische Unternehmen, das solche Tragflächen für ein großes kommerzielles Flugzeug fertige. Zudem wäre es für die Japaner das erste große Projekt im Rahmen der im Mai mit Boeing eingegangenen Zusammenarbeit. Sobald Boeing formell entschieden habe, den B 747X zu bauen, sei die Errichtung einer neuen Fabrik in der japanischen Industriestadt Nagoya geplant.

Nur 3,9 Prozent des weltweiten 747-Verkehrs finden innerhalb der USA statt, aber 30,8 Prozent allein in Fernost, 12,4 zwischen Europa und Fernost und 12,3 Prozent zwischen den USA und Fernost. Unter den 20 führenden 747-Kunden befinden sich allein neun asiatische Fluggesellschaften.

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