Börse am Morgen : Deutsche Aktien mit Verlust

Die Deutsche Börse in Frankfurt verzeichnete nach schwachen Vorgaben aus Übersee durchgehend Verluste bei den wichtigsten Indizes. Nach den gewinnreichen letzten Tagen erfährt der Markt eine Rückwärtsbewegung bei schwachem Handel.

Frankfurt/Main - Die meisten deutschen Wertpapiere verharrten bis zum Mittag weiter in der Verlustzone. Der Leitindex Dax gab zuletzt um 0,72 Prozent auf 6550 Zähler nach. Der MDax verlor 0,90 Prozent auf 9227 Punkte. Für den TecDax ging es um 1,16 Prozent auf 731 Zähler nach unten.

"Vielleicht ist der Anstieg der vergangenen Tage etwas zu viel für den Dax gewesen", sagte ein Aktienhändler. Auch die "ganz ordentlich" ausgefallenen Ifo-Geschäftsklimazahlen hätten den Markt nicht in die Gewinnzone ziehen können. Allerdings sei die aktuelle Kursentwicklung keine Trendwende, sondern nur "eine technische Reaktion, die zu erwarten war". Angesichts der dünnen Nachrichtenlage seien auch die Umsätze "nicht gerade prickelnd".

Die zuletzt gut gelaufenen Aktien von ThyssenKrupp gaben um 1,25 Prozent auf 33,19 Euro nach. Händler verwiesen auf Gewinnmitnahmen. Salzgitter fielen mit minus 3,30 Prozent auf 97,04 Euro ans MDax- Ende.

SAP und Norddeutsche Affinerie mit schwachen Zahlen

SAP-Titel verloren nach eher enttäuschenden Zahlen des US-Konkurrenten Oracle 0,56 Prozent auf 158,53 Euro. Aktien der Norddeutschen Affinerie verbilligten sich nach negativ aufgenommenen Geschäftszahlen um 2,12 Prozent auf 22,15 Euro. Europas größte Kupferhütte hat wegen gestiegener Steueraufwendungen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2005/2006 (Ende September) trotz einer robusten globalen Nachfrage das Rekordergebnis des Vorjahres knapp verfehlt.

Bei den Technologiewerten setzten sich die Papiere von Nordex mit plus 2,46 Prozent auf 13,33 Euro an die Spitze. Der Windkraftanlagen-Bauer erwartet aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach Großanlagen ein kräftiges Wachstum.

Der Euro legte am Morgen um ein halbes Prozent zu und nähert sich langsam wieder der Marke von 1,32 Dollar. Dass die Einheitswährung an Bedeutung gewinnt, zeigt auch die Ankündigung von Ländern wie Iran, künftig ihre Währungsreserven in Euro anlegen zu wollen. Echte Konkurrenz für den Dollar ist das freilich noch nicht. Kräftige Abschläge gab es auch beim Öl. Der Kurs für die Marke Brent sank um 1,44 Prozent. Frohe Kunde für alle, die um Weihnachten mit dem Auto unterwegs sein werden.


Stand: 19.12.06 (13.30 Uhr)

(tso/dpa/mm)

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