Börse : Rekordhoch für Euro

Der Euro steigt und steigt. Am frühen Donnerstagmorgen hat er ein neues Rekordhoch erreicht. Die Zinssenkungen in den USA sind der Grund für den Aufschwung.

Frankfurt/MainNeues Rekordhoch für den Euro: Zeitweise stand die Gemeinschaftswährung am frühen Morgen bei 1,5586 US-Dollar und damit so hoch  wie noch nie seit der Einführung im Jahre 1999. Der Grund des Aufschwungs liegt in der Sorge vor einem Abrutschen der US-Wirtschaft und weiter fallenden Zinsen in den USA.

Wegen der sich abkühlenden US-Konjunktur dürfte die US-Notenbank die Leitzinsen in der kommenden Woche um mindestens weitere 0,50 Prozentpunkte senken, begründete die Devisenexpertin Tomoko Fujii von der Bank of America. An den Finanzmärkten werde aber mittlerweile auch auf eine noch deutlichere Zinssenkung um 0,75 Punkte spekuliert. Der Analyst Thomas Lam von der United Overseas Bank sagte zudem, dass die Unsicherheit über das Ausmaß der Zinssenkung in den USA den Dollar noch zusätzlich belastet habe.

Im weiteren Handelsverlauf hielt sich der Kurs knapp unter dem Rekordwert und notierte bei 1,5554 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwoch noch auf 1,5477 (Dienstag: 1,5379) Dollar festgesetzt.

Dollar auf niedrigsten Stand seit zehn Jahren

Der Dollar dagegen ist am Donnerstag zum japanischen Yen auf den niedrigsten Stand seit über zehn Jahren gefallen. Erstmalig seit Ende 1995 kostete der Dollar weniger als 100 Yen. Zeitweise sank der Dollar auf bis zu 99,75 Yen. Zuletzt kostete ein Dollar noch 100,02 Yen. In der großen Exportnation Japan wächst die Besorgnis vieler Unternehmen, dass der schwache Dollar die Gewinne stärker beeinträchtigen könnte. (tbe/dpa)

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