BÖRSEN Ausblick : Dem Dax geht bei 7000 Punkten nicht die Luft aus

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Frankfurt am Main - In dieser Woche hat der Dax zum ersten Mal seit Juni 2008 wieder die Marke von 7000 Punkten überwunden und sich auch am Freitag meist über dieser Schwelle gehalten. Die Aussichten sind rosig, sagt die Mehrheit der professionellen Börsenbeobachter. Was dann im nächsten Jahr auch neue Unternehmen an die Börse locken sollte: Der Wäschehersteller Schiesser steht ebenso in den Startblöcken wie Hapag Lloyd oder Kabel BW. Und auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus schielt auf das Parkett. Gerade hat er fünf Milliarden Euro für gut 40 Prozent des Stromkonzerns EnBW auf den Tisch gelegt. Das und mehr möchte er dem Steuerzahler im Ländle möglichst schnell wieder zurückzahlen, indem er EnBW an die Börse bringt.

Während Börsenaspiranten zögern, fassen Privatanleger angesichts der rasanten Entwicklung im Dax mehr und mehr Mut. 60,4 Prozent sind mittlerweile überzeugt, dass die Aktienkurse auch im nächsten halben Jahr nach oben zeigen. Im September hatten dies nicht einmal 50 Prozent geglaubt, wie das jüngste Investmentbarometer von J.P. Morgan Asset Management zeigt. „Die Privatanleger lassen sich trotz europäischer Schuldenkrise mitreißen“, sagt Jean Guido Servais von J.P.Morgan.

Trotz des Sprungs über die Marke von 7000 Punkten lohnt sich der Einstieg auch jetzt noch, sagen Experten. Alfred Roelli von der Schweizer Privatbank Pictet&Cie räumt der Börse weiteres Aufwärtspotential von zehn bis 15 Prozent ein. Andreas Hürkamp, Aktienstratege der Commerzbank, sieht den Dax Ende 2011 bei 8200 Punkten.

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