BÖRSEN Ausblick : Die große Verunsicherung

Auch die Billionenspritze der Fed konnte die Börsen nicht beruhigen. Der Dax und der Dow Jones konnten nur geringfügig Boden gutmachen. Das Auf und Ab geht weiter.

Heike Jahberg
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Mangelnde Fantasie kann man der US-Notenbank Fed nun wirklich nicht vorwerfen. Doch die Anleger sind und bleiben vorsichtig. So hat selbst die in der vergangenen Woche verkündete Billionen-Geldspritze die Börsen nicht nachhaltig beruhigen können. Zwar stieg der Dax im Wochenverlauf um fast drei Prozent auf einen Wochenschluss von 4068 Punkten, von der 4000-Punkte-Marke kann sich der Deutsche Aktienindex aber nicht lösen. Der amerikanische Leitindex Dow Jones gewann im Wochenverlauf trotz der massiven Unterstützung durch die Fed nur 0,75 Prozent und beendete die Börsenwoche bei einem Stand von 7278 Punkten.

Analysten erwarten, dass das Auf und Ab in der kommenden Woche weitergeht. Zum einen wächst die Angst vor Inflation (siehe nebenstehenden Artikel), zum anderen hoffen die Marktteilnehmer auf eine Beruhigung in den USA. Finanzminister Timothy Geithner will am Montag einen Dreipunkteplan für die Bereinigung der Bankbilanzen von faulen Krediten vorstellen.

In Deutschland wird der Ifo-Geschäftsklimaindex am Mittwoch offenbaren, wie es um die Stimmung in der deutschen Wirtschaft steht. Zahlen legen in der kommenden Woche die Dax-Unternehmen Metro am Dienstag und Salzgitter am Donnerstag vor, aus der zweiten Reihe folgen Hochtief am Mittwoch und Stada am Donnerstag.

Im Dax wird das Kurstableau am Montag neu gemischt. Fresenius und die Hannover Rück spielen dann in der ersten Börsenliga, dafür steigen die Aktien von Infineon in den Tec-Dax und die Papiere der Postbank in den M-Dax ab.

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