BÖRSEN Ausblick : Einstieg ist noch möglich

„Schwarzer Montag“ schreckt Börsianer nicht

Daniel Rhee-Piening
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Börsianer, so sagt man, sind abergläubisch. Doch diesmal lässt sie ein Datum offenbar kalt. In dieser Woche jährt sich ein bemerkenswerter Tag: Am 19. Oktober 1987 brach der Dow Jones Index um rund 23 Prozent ein, der Deutsche Aktienindex Dax verlor immerhin neun Prozent. An diesem „Schwarzen Montag“ kam es zum größten Crash nach dem 2. Weltkrieg.

Am vergangenen Freitag blieb es dennoch ruhig. Ein wenig trübten die Konjunkturdaten aus den USA die Stimmung, doch die Zuversicht überwiegt. Die Investoren machen sich Hoffnungen, dass die anstehenden Quartalsberichte der Unternehmen , insbesondere der Banken, trotz der Finanzkrise besser ausfallen als erwartet. Die Privatbank Berenberg schreibt in ihrem jüngsten Börsenbrief: Treibende Kraft an den Aktienmärkten bleibe die Zinssenkungsfantasie. Die Commerzbank etwa erwartet den Dax in sechs Monaten bei 8700 Punkten. Für den Einstieg in den Aktienmarkt wäre es also längst nicht zu spät.

Auch die HSH Nordbank sieht beim Dax noch etwas Luft. Und der Helaba-Anlagestratege Stefan Klomfass rät die Aktienquote im Depot wieder anzuheben.

Mit großer Spannung werden die für Donnerstag angekündigten Quartalszahlen von SAP erwartet. A propos SAP: Der Markt beobachtet sehr aufmerksam, ob es den Walldorfern gelingt, Business Objects zu einem vertretbaren Preis zu erwerben. Dass Erzrivale Oracle BEA Systems kaufen will, beruhigt ein wenig, ist aber nicht minder interessant. Auch Institutionelle greifen offenbar wieder zu.

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