BÖRSEN Ausblick : Korrektur als Gelegenheit

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Frankfurt am Main - Der Jahresgewinn ist komplett weg. Der Deutsche Aktienindex steht so tief wie seit Anfang Dezember nicht mehr. Seit dem Jahreshoch Mitte März hat der Dax rund 600 Punkten oder fast acht Prozent eingebüßt. Die Schwelle von 8000 Punkten scheint komplett aus dem Blick geraten. Am Dienstag rauschten die Kurse innerhalb von zehn Minuten um zwei Prozent nach unten. Wobei sich Börsianer mit Erklärungen für die Talfahrt schwer tun.

Am Umfeld – Euro-Schuldenkrise und die schleppende Konjunktur in den Euro-Staaten – hat sich nichts geändert. Neu ist allerdings die nach den Anschlägen von Boston wieder aufgebrochene Terrorangst. Auch der Einbruch beim Gold- und Silberpreis dürfte auf die Stimmung gedrückt haben. Andererseits: Die Inflationsgefahren scheinen vorerst gebannt und die Zinsen bleiben niedrig. Markus Reinwand von der Helaba blickt schon wieder mit einem Hauch von Zuversicht nach vorne. Euro-Aktien seien günstig bewertet. „Die gegenwärtige Schwächephase bietet mittelfristig orientierten Anlegern durchaus interessante Einstiegsgelegenheiten.“ Ähnlich sehen es Michael Beck vom Bankhaus Ellwanger & Geiger und Andreas Hürkamp von der Commerzbank. In drei bis vier Wochen könne die Schwächephase schon vorbei sein.

Überhaupt ist auf mittlere Sicht von Pessimismus wenig zu spüren. Im Gegenteil: Im Schnitt sehen Experten den Dax zum Jahresende bei mehr als 8200 Punkten und damit auf neuem Rekordniveau. Und selbst Skeptiker unter den Experten erwarten keinen Absturz der Kurse. Weniger als 7500 Punkte im Dax sollen es demnach zum Jahresende nicht sein.

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