BÖRSEN Ausblick : Schuldenkrise steht wieder im Fokus

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Frankfurt am Main - Der neue US-Präsident ist der alte, auch die Probleme sind die alten. Das ist spätestens zum Wochenende auch an der Börse angekommen. Die USA sind hochverschuldet, zum Jahresende laufen Steuererleichterungen aus, zudem könnten Ausgabenkürzungen greifen, falls sich Obama mit der Opposition nicht auf andere Wege einigt. Über diese „Fiskalklippe“ droht die US-Wirtschaft 2013 in die Rezession abzurutschen, mit unangenehmen Folgen auch für Europa. Auf dem alten Kontinent rückt die Schuldenkrise dank Griechenland wieder in den Fokus. Die Folge all dessen an der Börse: Der Dax geht auf Talfahrt. Auf Wochenbasis verlor der Leitindex 2,7 Prozent und steht so tief wie zuletzt Anfang September. „Die US-Wahl hat eigentlich nichts verändert und Griechenland dürfte kaum um einen weiteren Schuldenschnitt herumkommen“, fasst Aktienhändler Oliver Roth von CloseBrothersSeydler zusammen.

Auch die Konjunkturaussichten sind nach wie vor gedämpft. Die Deutsche Bank rechnet mit einem Stillstand der deutschen Wirtschaft im Winterhalbjahr. Erst 2013 dürfte es wieder mehr Schwung geben. Markus Reinwand von der Helaba sieht gleichwohl erste Lichtblicke bei verschiedenen Konjunktur-Indikatoren, die wieder nach oben drehten. „Es ist somit an der Zeit, dass sich die Konjunkturstimmung in Deutschland, aber auch in der Euro-Zone wieder verbessert.“ Dies spreche in den nächsten Wochen für steigende Aktienkurse. Zumal die Bewertung deutscher Standardaktien insgesamt moderat sei. „Die gegenwärtige Korrektur bietet durchaus interessante Einstiegsmöglichkeiten.“

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