BÖRSEN Ausblick : Schwierige Zeiten für Anleger

Daniel Rhee-Piening
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Nachdem der Deutsche Aktienindex (Dax) seit Ende Oktober rund sechs Prozent verloren hat, sind die meisten Investoren auch für die kommende Woche wenig optimistisch. Der hohe Ölpreis und der teure Euro verunsichern. Der Alarmruf des Airbus-Konzerns, der wegen des hohen Euro-Kurses überlegt, Teile der Produktion in die USA zu verlagern, zeigt, wie nervös man in der Wirtschaft geworden ist. Die Landesbank Berlin spricht davon, dass eine Vielzahl von Belastungsfaktoren für ein schlechtes Chancen-Risiko-Profil sorge.

Von der viel gerühmten Jahresendrallye ist derzeit noch keine Rede. Dennoch versucht die DZ Bank, Mut zu machen. Ihre Analysten empfehlen mit Blick auf das Jahresende und das Jahr 2008, deutsche und europäische Aktien in Schwächephasen wieder zu kaufen. Zwar seien kurzfristig noch weitere Rückschläge möglich, schreiben sie weiter, aber grundsätzlich seien die Aktienmärkte überverkauft. Auch die Chartexperten des Kölner Privatbankhauses Sal. Oppenheim äußern sich zwar sehr zurückhaltend, sehen den Dax aber zumindest auf der technischen Seite Pluspunkte sammeln.

Die Helaba spricht von einem Wechselbad der Gefühle bei Aktien: „Inzwischen ist die Stimmung sichtbar unterkühlt. Gerade für mittelfristig orientierte Anleger bietet die gegenwärtige Korrekturphase somit zunehmend Einstiegsmöglichkeiten. Unterstützung könnte der Aktienmarkt auch von den Rentenmärkten erhalten. In den kommenden Monaten dürften die Renditen noch etwas tiefer sinken, meinen die Fachleute der Helaba. Anlagealternativen sind also gesucht.

Die Landesbank Berlin bleibt vorsichtig und spricht von einer sehr schwierigen Börsenphase, die bevorstehe. Die Gefahr einer Rezession in den USA habe deutlich zugenommen, und auch in der Euro-Zone müsse mit einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums gerechnet werden. Die Gewinnmargen der Unternehmen könnten unter Druck geraten. Die Prognosen wurden deutlich reduziert. Die LBB sieht den Dax nun zum Jahresende bei 7250 Punkten und den Euro Stoxx 50 bei 4050 Zählern.

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