BÖRSEN Ausblick : Stille Tage in Frankfurt

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Es fehlen Impulse. Die Börse erlebt derzeit eher lustlose Tage, die Kurse dümpeln vor sich hin, der Deutsche Aktienindex Dax bewegt sich kaum von der Stelle. Verständlich: Aus der Euro-Zone kommen eher betrübliche Konjunkturzahlen. Die Euro-Schuldenkrise ist längst nicht überwunden. Die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer streiten sich über ihre Währungen und versuchen, sich Vorteile zu verschaffen.

„Der Dax droht kurzfristig etwas den Anschluss zu verlieren", fürchtet Markus Reinwand von der Helaba. Dass Aktien in der Breite den zum Teil recht steilen Anstieg der vergangenen Monate ungebremst fortsetzen, ist derzeit wenig wahrscheinlich. Auch Markus Wallner von der Commerzbank ist für die nähere Zukunft skeptisch. Die Bewertung am Aktienmarkt habe sich spürbar verschlechtert. Bei der DZ Bank rechnet man mit Rückschlägen bis zur Wahl in Italien Mitte März.

Trotz der Lustlosigkeit ist die Zuversicht an der Börse allerdings nicht verschwunden. Einen Einbruch hat kaum einer der Auguren auf dem Schirm. Schließlich signalisiert der wichtige Ifo-Index, dass es mit der Konjunktur wieder voran geht. Einige Banken haben ihre Wachstumsprognosen für Deutschland leicht erhöht. Was wiederum die Gewinne der Firmen stützen sollte. Angesichts der niedrigen, eher sinkenden Anlagezinsen – bei Tagesgeld gibt es nur noch selten mehr als ein Prozent – bleiben Aktien eine attraktive Alternative. Nach einer Konsolidierungsphase bis Sommer könnte es wieder nach oben gehen: Die DZ Bank rechnet im Juli mit 7800, die Helaba im dritten Quartal mit 8000 Punkten.

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