BÖRSEN Ausblick : Zur Beruhigung ein paar Rekorde

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Frankfurt am Main - Erstmals seit Jahresbeginn ist die Wochenbilanz im Aktienindex Dax negativ. Offensichtlich rückt das Thema Griechenland wieder ins Bewusstsein der Börsianer. Zwar ist das neuerliche Sparpaket in Athen verabschiedet, aber fix sind die Einsparungen noch nicht. Die Hängepartie kommt auf dem Parkett nicht gut an. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) verkündete am Donnerstag keine guten Nachrichten: EZB-Chef Mario Draghi sorgt sich um die Kreditversorgung. Ende Februar wird er den Banken daher erneut mehrere hundert Milliarden Euro billiges Geld bereitstellen.

Auch die guten Zahlen aus Deutschland dringen nicht durch. Daimler und andere Firmen melden Rekordergebnisse, Waren für mehr als eine Billion Euro hat die Bundesrepublik ins Ausland verkauft. Auch in den USA entwickelt sich die Konjunktur besser als erwartet. Der Arbeitsmarkt ist robust, die Technikfirmen rechnen mit Gewinnrekorden. „Der Aufwärtstrend an den Aktienmärkten ist weiterhin intakt", sagt Andreas Hürkamp von der Commerzbank.

Markus Reinwand von der Helaba sieht nur kurze Verschnaufpausen, so wie vergangene Woche. „Die wichtigsten Aktiendeterminanten sprechen für mittelfristig steigende Kurse.“ Dazu gehört die üppige Liquidität, die die EZB den Banken bereitstellt. Ein Teil des Geldes dürfte auch in Aktien fließen. Positiv sind Reinwand zufolge auch die besseren Konjunkturerwartungen. Zudem haben viele Investoren die rasante Bergfahrt der Kurse und die Mini-Hausse in den ersten Wochen des Jahres verpasst. „Die Pessimisten schleichen sich davon“, beobachtet Joachim Goldberg vom Analysehaus Cognitrend.

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