Wirtschaft : Börsen in Deutschland: Acht Handelsplätze konkurrieren um die Anleger

Neben der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) gibt es in Deutschland sieben regionale Wertpapier-Handelsplätze, die auch untereinander kooperieren. Die Regionalbörsen kümmern sich besonders um die einheimischen Small- und Midcaps, die an einer Zentralbörse nicht die gleiche Aufmerksamkeit finden können. Die einzelnen Plätze versuchen, durch Marketing, Handelszusagen und Preisgarantien Anleger an sich zu binden. Dennoch unterscheiden sich die Börsenplätze hinsichtlich Preisqualität, Ausführungsgeschwindigkeit und Servicequalität in den einzelnen Marktsegmenten. Die Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) hat in diesem Sommer in einer Internetumfrage die beste deutsche Börse wählen lassen. Gewinner war Stuttgart vor Berlin und München. Auf den Plätzen folgten Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Bremen und Hannover.

Die Berliner Wertpapierbörse hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend zu einem Spezialmarkt für ausländische Wertpapiere entwickelt. Daneben hat sich Berlin im Handel mit den Werten des Neuen Marktes eine Spitzenposition erobert. Nur an der Berliner Börse werden alle Nasdaq-Werte gehandelt. Zusätzlich findet der Anleger hier das umfangreichste Angebot osteuropäischer Aktien sowie zahlreiche andere Auslandswerte. Zusätzlich bietet die Berliner Börse einen IPO-Markt mit jungen Wachstumsunternehmen und garantiert, jeden Neuer-Markt-Wert taggleich ordern zu können. Die Makler orientieren sich bei der Preisfeststellung am Xetra-Handel und anderen Preisindikatoren und versuchen, eine Orderausführung innerhalb von zwei Minuten nach Ordererteilung zu gewährleisten.

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