Wirtschaft : Börsenausblick: Bessere Stimmung am Aktienmarkt

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Auf die internationalen Finanzmärkte kommt eine stürmische Woche zu. Eine wahre Flut neuer Daten muss zeigen, ob an den Aktienbörsen nach der Erholung der vergangenen Tage der Boden wirklich gefunden ist. Analysten zeigen sich zwar vorsichtig optimistisch, warnen aber gleichzeitig vor starken Kursschwankungen und Einbußen durch Gewinnmitnahmen. In einem Punkt sind sich die Experten aber einig: Nach der überraschenden Zinssenkung in den USA am vergangenen Mittwoch sind die Chancen auf eine tragfähige Erholung gestiegen.

Nach Einschätzung des Bankhauses Julius Bär zielt die US-Notbenbank mit der außerordentlichen Senkung der Leitsätze direkt auf den Aktienmarkt. Der Überraschungscoup werde seine Wirkung nicht verfehlen. Für eine Stabilisierung spricht auch die Reaktion der Investoren auf wichtige Unternehmensdaten aus den USA und aus Europa. Die Zahlen fielen überwiegend zwar nicht berauschend aus, blieben aber in der Mehrzahl im Rahmen der Markterwartungen. Gute Nachrichten wie etwa von SAP wurden von den Investoren großzügig honoriert, negative Ausreißer wie Cisco oder Philips konnten die Märkte dagegen nicht nachhaltig belasten. Darin drückt sich nach Meinung der DG Bank die insgesamt verbesserte Stimmung der Anleger aus.

Ähnlich beurteilt die GZ Bank die Lage: Die etwas "besseren Vorzeichen" rechtfertigen nach Meinung der Analysten allerdings "allenfalls moderat anziehende Notierungen". Bei einigen Werten sei es bereits wieder zu Übertreibungen gekommen. Deshalb warnt das Insitut noch vor vereinzelten Kursrückschlägen in dieser Woche. Julius Bär hält dagegen im Deutschen Aktienindex weitere Kursgewinne in Richtung 6300 Punkte für möglich. Die anschließende Korrektur wird nach Meinung der Analysten bei etwa 5700 Punkten ihr Ende finden. Nach Einschätzung der DG Bank sollte aus technischer Sicht die Marke von 5850 Punkten "zunächst nicht mehr unterschreiten".

Auch hier zu Lande stellen nächste Woche jede Menge großer Unternehmen wichtige Daten vor. Außerdem wird am Montag der ifo-Geschäftsklimaindex veröffentlicht. So stellen die Deutsche Telekom, Infineon und ProSieben am Dienstag ihre Quartalszahlen vor. Daneben werden die Lebenshaltungskosten für April in Deutschland und das US-Verbraucher-vertrauen bekannt gegeben. Zur Wochenmitte warten dann Schering, DaimlerChrysler, Continental und Software AG mit Quartalszahlen auf. Der Donnerstag bringt Quartalszahlen von BASF und Siemens. Aber auch der EZB-Rat trifft zusammen. Zum Wochenschluss veröffentlichen Bayer und Lufthansa ihre Quartalszahlen. In den USA werden auch BIP-Daten im ersten Quartal, sowie der Verbraucherindex der Uni-Michigan für April verkündet.

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