Wirtschaft : Börsenausblick: Erholung an den Börsen nicht absehbar

ant/HB/pf

Die Zeichen für eine Erholung mehren sich, sind aber noch nicht nachhaltig. So lassen sich die Erwartungen der Kapitalmarktstrategen für die kommende Woche resümieren. Konsequenz: Obacht beim Kauf von Aktien und Rentenpapieren. Mitte dieser Woche könnten allerdings eine Reihe volkswirtschaftlicher Kennzahlen Aufschluss darüber geben, wie es um die Konjunktur in den USA und Europa tatsächlich bestellt ist. Insbesondere an den Rentenmärkten sind die Aussichten das beherrschende Thema. Nach Einschätzung der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) spricht einiges dafür, dass Europa die Talsohle bereits erreicht hat. Dennoch führe weiter jeder schlechter oder besser als erwartet ausfallende Indikator noch schnell zu steigenden oder fallenden Anleihekursen.

Unabhängig von der Konjunktur steht der Aktienmarkt vor hausgemachten Problemen. Die "Enronitis", die Angst vor neuen Fällen kreativer Buchhaltung, ist noch nicht ausgestanden. Die LRP-Experten sprechen von einem nachhaltig geschärften Risikobewusstsein der US-Investoren. Wegen des Enron-Debakels raten die Investmentspezialisten zu selektivem Einstieg bei Aktien, auch wenn das Kursniveau verlockend scheint. Die DZ Bank setzt auf ausgewählte Standardwerte, am besten aus den USA. Spätestens der Fall des S & P 500-Indizes auf 1060 Punkte oder darunter sei als Kaufsignal zu werten. Aus der Vorwoche ging der Index mit knapp 1090 Zählern. Der Aktie von IBM, dessen Bilanzierungspraxis in die Schlagzeilen geraten war, prophezeien die DZ-Strategen baldige Erholung. Das Papier hatte sich um mehr als acht Prozent verbilligt und notiert noch unter 100 Dollar.

Zur Vorsicht bei deutschen Aktien rät die Commerzbank: So lange der Deutsche Aktienindex Dax nicht signifikant über die 5000-Punkte-Marke springe, sei der Abwärtsdruck noch intakt.

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