Wirtschaft : Börsenausblick: Sorge um USA belastet die Märkte

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Wie stark und wie lange geht es mit der US-Konjunktur bergab? Diese Frage wird auch in der Woche nach der Zinssenkung in den USA das Top-Thema der internationalen Finanzmärkte bleiben. Dabei hat sich die Stimmung in den vergangenen Tagen weiter eingetrübt. Experten fürchten, dass die US-Wirtschaft stärker leiden werde als bisher erwartet. Nachdenklich stimmen vor allem die Kursrückschläge, mit denen die Nasdaq auf die weithin erwartete Zinssenkung der Fed um 0,5 Prozent reagierte. Nach Einschätzung der DG-Bank sprechen die Kursverluste dafür, dass die zweite Zinssenkung innerhalb eines Monats die Rezessionsängste weiter verstärkt hat. Rückläufige Zinsen hätten in der Vergangenheit die Aktienkurse meist nach oben getrieben.

Auch der Rückgang des Einkaufsmanager-Index wirft kein gutes Bild auf die US-Wirtschaft. Dessen ungeachtet gehen Volkswirte aber weiterhin davon aus, dass die Fed spätestens am 20. März erneut die Zinsen senken wird, um die Konjunktur zu stützen. Für die Aktienmärkte heißt dies, dass sie sich auf absehbare Zeit weiterhin im Spannungsfeld zwischen der Hoffnung auf sinkende Zinsen und Rezessionsängsten bewegen dürften. Für den deutschen Aktienmarkt legt der Rückgang der Nasdaq um über vier Prozent am Freitag einen eher schwierigen Wochenauftakt vor allem am Neuen Markt nahe. Die weitere Entwicklung dürfte im wesentlichen von den US-Vorgaben bestimmt werden. Darüber hinaus legen drei Dax-Unternehmen Zahlen vor: Adidas Salomon und die Commerzbank am Montag sowie Schering am Mittwoch. Angesichts der unklaren Verhältnisse in den USA halten sich Bankenanalysten mit kurzfristigen Prognosen stark zurück. Der Euro konnte zuletzt von den negativen Konjunkturmeldungen in den USA und der Leitzinssenkung profitieren. Die meisten Experten trauen dem Euro grundsätzlich eine weitere Erholung zu.

Unterschiedlich werden die Aussichten am Rentenmarkt eingeschätzt. Laut DG Bank wird das Umfeld am langen Ende wegen der freundlichen Vorgaben aus den USA weiterhin positiv bleiben. Dies eröffne dem Bund-Future ein Aufwärtspotenzial bis zu 110 Punkten. Dagegen erwartet HSBC Trinkaus & Burkhardt auf Grund von Gewinnmitnahmen eine etwas leichtere Tendenz.

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