Wirtschaft : Börsenfusion: Der Privatanleger kann gelassen bleiben

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Wer kommt bei der London Stock Exchange (LSE) zum Zuge? Der Privatanleger kann den Ausgang des Kampfes zwischen der Deutsche Börse AG und der schwedischen OM Gruppe "relativ entspannt" abwarten, so die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. Auch Hans Jakob, Leiter des Research beim Berliner Privatbankhaus Löbbecke, vertritt diese Ansicht. Er sieht allerdings auch größere Nischen für die deutschen Regionalbörsen, von denen schließlich auch der private Investor profitieren könnte. Ähnlicher Ansicht ist Claus-Jürgen Diederich, Vorsitzender des Bundesverbandes der deutschen Kursmakler. Zwar würden die Makler, die an der Deutsche Börse AG mit rund neun Prozent beteiligt sind, ein Zusammengehen mit London durchaus begrüßen und vermutlich sogar einen Übernahmekampf mittragen, aber auch Diederich sagt: "Für die Berliner Börse beispielsweise könnten sich neue Räume öffnen." Wolf-Rüdiger Schürk, Leiter der Berliner Hauptniederlassung der BHF-Bank (die BHF hält knapp vier Prozent an der Deutsche Börse AG), erwartet hingegen Vorteile auch für die privaten Anleger, sollte Frankfurt bei der LSE zum Zuge kommen. Die Spesen könnten sinken. Schürk warnt vor einer Übernahme durch die Schweden. Er befürchtet ein Monopol mit negativen Auswirkungen für die Gebührenstruktur.

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