Wirtschaft : Börsengang: Das Unternehmen profitiert von UMTS

rhi

"Der Mobilfunk-Markt entwickelt sich zu unseren Gunsten. Deshalb gehen wir im Sommer an die Börse", sagte Pedro Schäffer, Vorstandsvorsitzender des Berliner Technologieuntenehmens Condat AG am Mittwoch in Berlin. "Wir sind auf der sicheren Seite." Die Condat AG profitiert als Infrastrukturhersteller für mobile Endgeräte, wie Handys oder Palmtops schon jetzt von dem sich abzeichnenden UMTS-Boom. Im Juli und August werden die Lizenzen für die neue Mobilfunkgeneration versteigert. Schon bald benötigten die Betreiber dann die Komponenten, damit ihre Kunden über Handys Aktien ordern oder Videos ansehen könnten. "Wir erwarten eine Fülle von Aufträgen und dafür brauchen wir Geld, was uns hoffentlich der Börsengang beschert", sagt Schäffer. Unternehmensberater erwarten eine Flut kleiner Unternehmen, die Handys, Uhren oder Palmtops herstellen. "Zu 50 Prozent sind das schon heute unsere Kunden", sagt Schäffer. Die andere Hälfte sind Konzerne wie Motorola, Ericsson, Nokia oder Siemens.

Sorge vor Konkurrenzunternehmen hat Schäffer nicht. "Unser einziger Wettbewerber, der wie die Condat AG konzernunabhängig ist, ist das englische Unternehmen TTP." Motorola oder Nokia hätten zwar die Basissoftware, die Condat anbiete. "Doch ist sie bereits in die Endgeräten integriert und werden nicht einzeln verkauft", so Schäffer.

Die Condat AG rechnet mit einem langfristigen Wachstum von über 40 Prozent. In den Jahren von 1997 bis 1999 waren es 50 Prozent. Das spiegelt sich auch in den Mitarbeiterzahlen wieder. Bisher arbeiten bei Condat 216 Mitarbeiter, davon 200 in Berlin. Schäffer erwartet ein Wachstum von 25 bis 30 Prozent. Die Condat AG plant, in den nächsten zwölf Monaten in Asien und den USA zu expandieren. Die Entwicklung bleibt jedoch in Berlin und Aalbourg, in Dänemark.

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