Wirtschaft : Börsengang von Wincor Nixdorf geglückt

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Frankfurt (Main) Dem Geldautomatenhersteller Wincor Nixdorf ist der zweite Börsengang eines Unternehmens in Deutschland in diesem Jahr geglückt. Die Aktien der Paderborner Gesellschaft wurden am Mittwoch erstmals an der Frankfurter Börse gehandelt. Nachdem der erste Kurs mit dem Ausgabepreis von 41 Euro festgestellt wurde, notierte die Aktie zu Handelsschluss mit 41,74 Euro. Der Preis lag damit am untersten Ende der Emissionsspanne von 41 bis 50 Euro. Das Unternehmen strebt einen Aufstieg in den M-Dax an.

Vorstandschef Karl-Heinz Stiller war zufrieden: „Wincor Nixdorf konnte nach einer langen Zeit ohne große Börsengänge in Deutschland wieder ein positives Aufbruchsignal setzen.“ Nachdem am Dienstag die Kurse am grauen Markt unter die Emissionsspanne gefallen waren, war über eine Absage des Börsenganges spekuliert worden. Der Erlös aus dem Aktienverkauf liegt bei rund 377 Millionen Euro. Davon fließen aber nur etwa 102 Millionen Euro an Wincor Nixdorf. Der Rest geht an die bisherigen Mehrheitsaktionäre, die Kapitalbeteiligungsgesellschaften KKR und Goldman Sachs Capital Partners sowie an Mitglieder des Managements von Wincor Nixdorf. Sie haben ihren Aktienbesitz mit dem Börsengang von 89 auf 36 Prozent reduziert. 48 Prozent der Aktien befinden sich jetzt in Streubesitz. Das Unternehmen will den Erlös zum Schuldenabbau verwenden, um mehr Spielraum für weiteres Wachstum zu bekommen.

Am Montag war den Mitteldeutschen Fahrradwerken MIFA als erstem Unternehmen seit Ende 2002 der Sprung auf das Börsenparkett gelungen. Auch die Autowerkstatt-Kette Auto-Teile Unger (ATU) will Mitte Juni den Börsengang wagen. Weitere Kandidaten sind Hapag Lloyd und Tank und Rast. Den größten Börsengang in diesem Jahr hat die Postbank für den 21. Juni geplant. dpa

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