Boni trotz Krise : 702 Millionen Dollar für Blackstone-Manager

Trotz Krise: Sieben Unternehmenschefs erhielten einer Studie zufolge 2008 mehr als 100 Millionen Dollar. Das waren mehr als doppelt so viele wie ein Jahr zuvor, als nur drei Top-Manager die Marke knackten.

294197_0_be58d151.jpg
SchwarzmanGETTY IMAGES NORTH AMERICA

New York - Mit einem Jahreseinkommen von 702 Millionen Dollar (491 Millionen Euro) ist der Gründer des US-Investors Blackstone, Stephen Schwarzman, der bestbezahlte US-Unternehmenschef 2008. Pro Tag sind das 1,92 Millionen Dollar. Der größte Teil stammte aus Aktien im Zuge des Blackstone-Börsengangs, wie die US-Anlegerschutzorganisation Corporate Library ausrechnete. Auf Platz zwei kam der bisherige Top-Verdiener Larry Ellison, Chef des US-Softwarehauses Oracle. Der 64-Jährige strich 557 Millionen Dollar ein.

Sieben Unternehmenschefs erhielten der Studie zufolge 2008 mehr als 100 Millionen Dollar. Das waren mehr als doppelt so viele wie ein Jahr zuvor, als nur drei Top-Manager die Marke knackten.

Auch die Bank of America hat viel Geld zu verteilen: Die von ihr gekaufte Investmentbank Merrill Lynch lockt trotz des Streits um Boni Mitarbeiter mit hohen Sonderzahlungen. Die Sparte Vermögensverwaltung wirbt mit Einstiegsboni in Höhe von 140 Prozent des ersten Jahresgehalts, berichtete die „Financial Times“ unter Berufung auf Insider. Merrill muss in dem Bereich 3000 Stellen besetzen. Dabei steht die Bank of America wegen der Affäre um Milliarden-Boni für Merrill-Manager unter Druck. Rivale Morgan Stanley werbe mit ähnlich hohen Prämien. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar