Wirtschaft : Bonn und Paris wollen Konvergenz sichern

Wohl vor Mai über EZB-Chef einig TOURS (jod/HB).Bundesfinanzminister Theo Waigel und sein Pariser Amtskollege Dominique Strauss-Kahn haben zu einer Sicherung der Konvergenzerfolge innerhalb der EU aufgerufen.Bei dem deutsch-französischen Wirtschafts- und Finanzrat im französischen Tours kündigte Strauss-Kahn an, sein Land wolle den wirtschaftlichen Aufschwung nutzen, um das Haushaltsdefizit weiter zu begrenzen.In solchen Zeiten sei ein Budgetdefizit von unter 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) sinnvoll, sagte der Minister, ohne sich freilich für 1998 festlegen zu wollen.Waigel sagte in diesem Jahr ein deutsches Haushaltsdefizit von 2,5 Prozent des BIP voraus.Das Treffen, an dem auch die Notenbankpräsidenten Hans Tietmeyer und Jean-Claude Trichet teilnahmen, diente dazu, die Positionen von Bonn und Paris abzustimmen in der Frage, welche Staaten den Euro einführen werden.Einigkeit demonstrierten Bonn und Paris auch beim Euro-Rat.Strauss-Kahn versprach "ein informelles und flexibles Gremium", das auf der Basis der von der EU-Kommission erstellten Dokumente arbeiten soll.Den Vorsitz für die erste Sitzung wird nach den Vorstellungen von Bonn und Paris Österreich innehaben, das im zweiten Halbjahr die EU-Präsidentschaft übernimmt.Thema war auch die Diskussion über den künftigen Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB).Strauss-Kahn und Waigel sind zuversichtlich, sich darüber vor der entscheidenden Sitzung am ersten Mai-Wochenende zu einigen.Erklärte Kandidaten sind der Niederländer Wim Duisenberg und Trichet.

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