Wirtschaft : Bonn will Förderung für Windkraft kürzen

PreussenElektra profitiert

FRANKFURT (MAIN) (AP).Die Förderung von Windkraftanlagen, die nach 2001 errichtet werden, soll offenbar drastisch eingeschränkt werden.Der "Spiegel" berichtete am Wochenende von einem Antrag der Regierungsparteien, der am Mittwoch vom Wirtschaftsausschuß beschlossen werde.Darin werde die Abnahmemenge privat produzierten Stroms aus erneuerbaren Energiequellen auf fünf Prozent des insgesamt beim Energieversorger erzeugten Stroms begrenzt.Mit der Verlagerung der Belastung von Tochter- auf Mutterunternehmen bedeute dies, daß die staatlich garantierte Vergütung für Windenergie für ab 2001 im Norden gebaute Anlagen nicht mehr gelte. Union und FDP greifen dem "Spiegel" zufolge eine Bundesratsinitiative Schleswig-Holsteins auf.Der dortige Regionalversorger Schleswag (PreussenElektra) muß heute rund zehn Prozent seines Stroms von Windkraftanlagen zum festgelegten Preis von 17,15 Pfennig pro KW/h kaufen.Die Stromerzeugung aus einem herkömmlichen Kohlekraftwerk kostet dagegen nur rund acht bis zehn Pfennig.Die Sprecherin der PreussenElektra, Petra Uhlmann, begründete die geplante Kürzung der Festpreise: Weil Windkraftanlagen fast ausschließlich in Schleswig-Holstein und Niedersachsen stünden, müßten die dortigen Energieversorger eine weitaus größere Last zur Förderung regenerativer Energien tragen als Stromfirmen anderswo.

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