Wirtschaft : Bonusprogramm "Star" kostet 1,3 Milliarden Mark - Kapitalerhöhung geplant

Die SAP AG, weltgrößte Anbieter von Betriebssoftware muss für ihr Bonusprogramm "Star", das sie zur Motivation ihrer Mitarbeiter aufgelegt hat, tief in die Tasche greifen. Für 1999 werde eine Belastung von 1,3 bis zu 1,41 Milliarden Mark erwartet, teilte der Softwarehersteller am Freitag in Walldorf mit. Im ersten Quartal 2000 dürften für das Programm Kosten von 237 Millionen bis 267 Millionen Euro anfallen.

Die Kosten für das Programm sind wegen des Kursanstiegs der SAP-Aktie stark gestiegen. Die Höhe der Ausschüttung an die weltweit etwa 9 600 berechtigten Mitarbeiter richtet sich nach dem Börsenkurs. Der Ausgangskurs hatte bei 337 Euro gelegen, am späten Freitagvormittag wurde SAP mit 1053 Euro notiert. Der Vorstand hält an seiner Aussage fest, dass die Kosten des Programms im laufenden Gschäftsjahr weitgehend durch ein positives Finanzergebnis ausgeglichen werden können.

Aufsichtsrat und Vorstand wollen der Hauptversammlung am 5. Mai in Mannheim vorschlagen, das Kapital aus Gesellschaftsmitteln um 46,46 Millionen Euro zu erhöhen und ihre Aktien im Verhältnis 1:3 splitten. Damit komme die Unternehmensleitung dem Wunsch vieler Aktionäre nach, den optischen Wert der SAP-Aktie zu verringern. Der Hauptversammlung soll zudem für 1999 eine unveränderte Dividende von 1,57 Euro je Stammaktie und 1,60 Euro je Vorzugsaktie vorgeschlagen werden.

Außerdem soll die Hauptversammlung in Mannheim darüber entscheiden, ob das Grundkapital des Unternehmens bis zum 1. Mai 2005 ein- oder mehrmals mit der Ausgabe von Vorzugsaktien bis um 25 Millionen Euro erhöht wird. Dies sei sowohl gegen Bar- als auch gegen Sacheinlage möglich. Dieser Schritt erlaube eine größere Flexibilität bei Akquisitionen von Unternehmen und dem Eingehen neuer Beteiligungen, erklärte SAP.

Von den Kosten für Programm Star, mit dem SAP seine Mitarbeiter motivieren will, seien 156 Millionen Euro bereits im Jahresabschluss 1999 berücksichtigt, der Rest werde über die Geschäftsjahre 2000 und 2001 abgerechnet, teilte SAP mit. Die genaue Höhe der Kosten stehe noch nicht fest, sie werde sich letztlich nach der Anzahl der bis Juli 2001 beschäftigten Begünstigten für 1999 richten.

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