Wirtschaft : Borsig Berlin aus der Insolvenz gerettet

Manager und Investoren kaufen das 260-Mann-Unternehmen

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Berlin (fo). Die Berliner Tochtergesellschaft des insolventen Anlagenbaukonzerns Babcock Borsig hat einen neuen Eigentümer. Eingestiegen ist das Management gemeinsam mit der Beteiligungsgesellschaft Capiton, die ihren Sitz in Berlin und Stuttgart hat. Nähere Angaben zum Verkauf wollen der Insolvenzverwalter Leonhardt & Partner, der BorsigGeschäftsführer Konrad Nassauer und Vertreter von Capiton am Mittwoch machen. Nach den bislang vorliegenden Informationen sind damit für rund 263 Borsig-Mitarbeiter, die in einer Auffanggesellschaft tätig sind, vorerst die Arbeitsplätze gesichert. Vor der Insolvenz im Sommer vergangenen Jahres beschäftigte Borsig rund 500 Mitarbeiter. Für einen Teil der Beschäftigten hatten sich bereits Investoren gefunden.

Anfang Juli 2002 hatte der gesamte Konzern Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Für die zahlreichen Beteiligungsgesellschaften wurden daraufhin getrennte Verfahren eingeleitet. Am Mittwoch sind die Babcock-Borsig-Aktionäre zur vermutlich letzten Hauptversammlung nach Oberhausen eingeladen. Vorstandschef Horst Piepenburg wird ihnen unter anderem mitteilen, dass sich die Forderungen der Gläubiger inzwischen auf 5,5 Milliarden Euro belaufen. Nach seiner Einschätzung sind allenfalls 1,1 bis 1,5 Milliarden Euro realistisch. Die noch nicht festgelegte Quote nach der die Banken, Handwerker und Lieferanten ihre Forderungen zurückbekommen, dürfte bei etwa elf Prozent liegen.

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