Wirtschaft : Borsig geht eigene Wege

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Berlin (fo). Die Berliner Borsig GmbH, Tochterunternehmen des zusammengebrochenen Babcock-Konzerns aus Oberhausen, hofft auf eine eigenständige Lösung im Zuge des Insolvenzverfahrens. Nach Angaben des Betriebsratsvorsitzenden Peter Schrader könnte das Unternehmen, das Anlagen für die petrochemische Industrie entwickelt und produziert, auch eigenständig leben. Bei der Auftragslage sei man nicht abhängig von anderen Konzerngesellschaften.

Schrader drängt auf umgehende Entscheidungen, denn gerade das Servicegeschäft im Anlagenbau sei sehr flüchtig. „Es müssen schnelle Entscheidungen kommen, damit wir wieder handlungsfähig sind“, sagte er dem Tagesspiegel. Borsig beschäftigt einschließlich zweier Tochtergesellschaften 400 Mitarbeiter. Rund 150 Arbeitsplätze aus der Fertigung sollten nach den Vorstellungen des früheren Babcock-Managements nach Spanien verlegt werden. Dieser Plan, so Schrader, sein nun überholt.

Mit Borsig haben inzwischen fast 40 Konzerngesellschaften Insolvenz beantragt. Vorläufiger Verwalter in Berlin ist Christian Köhler-Ma aus dem Büro Leonhardt & Partner. Diese Sozietät zeichnet unter anderem für Herlitz verantwortlich. Insolvenz meldete am Freitag auch Krantz TKT aus Bergisch-Gladbach an. Die Babcock-Tochter beschäftigt 1100 Mitarbeiter und zählt zu den Marktführern in der technischen Gebäudeausrüstung. Dieses Unternehmen steht schon länger auf der Verkaufsliste des Anlagenbaukonzerns.

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